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Gammelfisch-Skandal auf Mallorca: Polizei entdeckt vor sechs Jahren abgelaufene Meeresfrüchte

Auf Mallorca wurden tonnenweise abgelaufene Fische und Meeresfrüchte entdeckt – doch der Skandal flog erst Monate später auf

Der Gammelfisch war verpackt und fertig für die Auslieferung.

Der Gammelfisch war verpackt und fertig für die Auslieferung. / Guardia Civil

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Guardia Civil auf Mallorca hat in Zusammenarbeit mit dem balearischen Gesundheitsministerium 20 Tonnen an vergammelten Fischen und Meeresfrüchten konfisziert. Das geht aus einer am Dienstag (18.11.) verschickten Pressemitteilung hervor. Das Mindesthaltbarkeitsdatum war mitunter schon vor sechs Jahren abgelaufen.

Die Ermittler stießen bereits im vergangenen April auf die vergammelten Lebensmittel in einem Unternehmen, das Restaurants auf der Insel belieferte. Warum die Polizei nicht direkt tätig wurde und die Information ein halbes Jahr zurückhielt, ist nicht bekannt. Immerhin sollen die verpackten Gammelprodukte nicht ausgeliefert worden sein.

Aufgetaut und wieder eingefroren

Neben dem abgelaufenen Haltbarkeitsdatum stellten die Inspektoren eine Unterbrechung der Kühlkette fest. Das Unternehmen ließ die Fische und Meeresfrüchte auftauen, um sie später wieder einzufrieren. Das bietet Bakterien einen guten Nährboden.

Laut der Pressemitteilung gilt der Gammelfischskandal als doppelter schwerwiegender Verstoß gegen die Gesundheitsvorschriften. Das Unternehmen muss insgesamt 90.000 Euro Strafe zahlen.

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