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Drama auf dem Meer: Mindestens 18 Migranten südlich von Mallorca vermisst

Das Boot trieb auf seiner Route nach Ibiza seit mindestens einer Woche auf hoher See

Eines der Boote, die in diesem Jahr Ibiza erreicht haben.

Eines der Boote, die in diesem Jahr Ibiza erreicht haben. / Nationalpolizei

Mindestens 18 Migranten, die die Balearen auf dem Seeweg erreichen wollten, werden vermisst. Ihr Boot trieb südlich von Cabrera, einer Mallorca vorgelagerten Inselgruppe. Einsatzkräfte der spanischen Seenotrettung fanden an Bord nur noch fünf von ursprünglich 23 Passagieren vor. Die Migranten waren bereits vor über einer Woche an der algerischen Küste in See gestochen.

Eine NGO, die mit den spanischen Behörden zusammenarbeitet, hatte schon zuvor darauf hingewiesen, dass ein Flüchtlingsboot vermisst wird. Unmittelbar darauf wurden laut den Behörden die in den Notfallprotokollen vorgesehenen Maßnahmen eingeleitet. Nachdem ein Flugzeug von Frontex das treibende Boot gesichtet hatte, nahm das Schiff „Concepción Arenal“ der Seenotrettung Kurs auf das Gebiet, um die Migranten zu retten. Das Boot befand sich 40 Meilen südlich von Cabrera.

Unwetter und sinkende Temperaturen

Die fünf überlebenden Passagiere berichten laut einer Mitteilung der Balearen-Regierung, dass sie seit mindestens einer Woche bei sinkenden Temperaturen auf hoher See trieben. Nach Angaben der Partnerin eines der Passagiere, die sich mit der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Ibiza" in Verbindung" setzte, kenterte das Boot bereits am vergangenen Donnerstag (13.11.) wegen eines Unwetters.

Am vergangenen 11. November sollen laut dem "Diario de Ibiza" von der algerischen Küsten aus noch zwei weitere Boote aufgebrochen sein, die ebenfalls als vermisst gelten. In dem einen Boot reisten 20 Insassen, im anderen 14 Migranten. Es wird angenommen, dass sich auf beiden Minderjährige befanden.

Suche nach Vermissten sehr schwierig

Die Regierung verweist darauf, dass es sehr schwierig sein wird, die vermissten Migranten zu finden, da die Koordinaten, an denen die Personen über Bord gegangen sind, unbekannt sind. Dennoch führe ein Frontex-Flugzeug jede Woche Suchflüge von bis zu zwei aufeinanderfolgenden Tagen durch, um Vermisste auf hoher See zu suchen. /bro

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