"Beschneiden ist nicht Fällen": Was Palma mit den Kiefern vorhat, die die Aussicht aufs Castell de Bellver verstellen
Um die Bäume, die den Postkartenblick auf die Burg beeinträchtigen, gibt es seit langem eine Kontroverse

Krone und Äste dieser Kiefer vor dem Castell de Bellver wurden im Dezember 2024 gestutzt. / Miguel Vicens
Das Schicksal der Kiefern in der Umgebung des Castell de Bellver ist seit Jahren Gegenstand einer Debatte. Nun hat die Stadtverwaltung von Palma angekündigt, die Bäume, die die Sicht auf die Burg beeinträchtigen, zu "beschneiden, was nicht dasselbe ist wie Fällen".
Der Stadtrat wird diese Maßnahme kommende Woche dank einer Initiative von Vox, die von der PP unterstützt wird, genehmigen. Més per Palma kündigte diesen Freitag (21.11.) an, sich zu enthalten, während die PSOE und Podemos dagegen stimmen werden.
"Ein Verbrechen gegen das Baumerbe der Stadt"
Das Stutzen der Kiefern ist der umstrittene Punkt eines umfassenden Antrags zur "Instandsetzung" des Baumbestands von Bellver. Er beinhaltet auch eine Aufforderung an die Stadtverwaltung, eine Studie über die Vegetation des Waldes durchzuführen, "um Bäume zu identifizieren, bei denen die Gefahr besteht, dass sie bei Stürmen umstürzen", sowie die Wiederaufforstung von Gebieten, "die unter Entwaldung gelitten haben, sei es durch Naturereignisse oder durch notwendige Fällungen". Der dritte Punkt fordert, "die Baumkronen der Bäume zu beschneiden, die die Sicht auf die Burg beeinträchtigen".
Die PP hat ihre Unterstützung für alle drei Abschnitte angekündigt, und die PSOE für die ersten beiden, unter der Bedingung, dass sich die Studie auch auf den nahegelegenen Wald von Son Quint erstreckt. In Bezug auf den dritten Punkt erklärte die sozialistische Stadträtin Angélica Pastor: "Wir können nicht alle Bäume in Palma fällen, die uns die Sicht auf etwas versperren, das ist absurd. Die Maßnahme sei "ein Übergriff und ein Verbrechen gegen das Baumerbe der Stadt". Daraufhin stellte die Stadträtin für Infrastruktur, Belén Soto, klar, dass von "Fällen" keine Rede sei, lediglich von "Beschneiden."
Sturmschäden und Denkmalschutz als Argumente
Der Antrag von Vox verweist darauf, dass die jüngsten Stürme im Bellver-Wald und in angrenzenden Gebieten Schäden verursacht hatten, darunter umgestürzte und entwurzelte Kiefern. Ebenso führt Vox den Standpunkt des Denkmalschutzverbands ARCA ins Feld. Dieser fordert bereits seit langem die Wiederherstellung der vollständigen Aussicht auf das Castell de Bellver und vertritt die Position, dass der Blick auf das einzigartige Denkmal nicht durch die Ausbreitung der Vegetation beeinträchtigt werden darf. Dabei bezieht sich ARCA auf das Gesetz über das balearische Kulturerbe. /bro
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