Halter stachelte seine Hunde zur Katzen-Jagd an: Anwohner in Sa Pobla bangen um ihre Tiere
Angeblich sollen neben mehreren Straßenkatzen auch schon Hauskatzen verletzt oder sogar getötet worden sein. Die Vorfälle wiederholten sich offenbar in den vergangenen Nächten

Die Hunde bei der nächtlichen Attacke. / Facebook
Hunde, die gezielt auf Katzen losgehen, sie jagen, angreifen, verletzen - und die Halter stehen daneben und stacheln die Hunde an. Genau das soll in den vergangenen Nächten mehrfach in Sa Pobla im Norden von Mallorca passiert sein. Tierschützer schlagen Alarm - zumal auch schon Tiere zu Tode gekommen sein sollen.
Angst auch um Hauskatzen
Ein Video, das bei Facebook für Aufregung sorgt, zeigt Szenen der nächtlichen Angriffe. Hier ist zu sehen, wie Hunde Katzen im dunklen Ort verfolgen und angreifen. "Sie töten die Katzen in den Straßen von Sa Pobla. Bitte behaltet eure Tiere im Haus. Und wenn ihr sie doch rauslasst, dann begleitet sie", stand unter dem Video, das örtliche Tierschützer gepostet hatten.
Die Vorfälle hätten sich in den vergangenen Nächten mehrfach wiederholt, betont eine Anwohnerin gegenüber der MZ. Ein Hundehalter würde seine drei Hunde jedes Mal gezielt auf Katzen einer Straßenkatzenkolonie loslassen, die dort zusammenkommen, um zu fressen. Diese Tiere seien besonders schutzlos und den Angriffen hilfos ausgesetzt.
In ihrem Blutrausch unterschieden die aufgehetzten Hunde wohl auch nicht zwischen der Herkunft ihrer Beute. "Auch Hauskatzen, die umherstreifen, werden angegriffen und kommen dann nicht mehr zurück", berichtet die Frau weiter. Angeblich seien bereits zwei Anzeigen bei der Ortspolizei eingegangen.
Auf der Suche nach Verantwortlichen
Eine Mitarbeiterin im Rathaus von Sa Pobla gab auf MZ-Frage am Mittwochmorgen nur kurz darüber Auskunft, dass man das Thema auf dem Tisch habe und derzeit dabei sei, alle Fakten zusammenzutragen, Verantwortliche auszumachen und dann zu entscheiden, wie weiter vorgegangen werden solle. Wie ein Pressesprecher der Stadt der MZ am Mittag mitteilte, sei der Halter bereits bestraft worden. Einer der Hunde sei ihm zudem weggenommen und ins Tierheim Natura Park gebracht worden.
Bei der Tierschutz-Dachorganisation Baldea wusste man am Mittwochmittag (26.11.) noch nichts von den Vorfällen. Im Gespräch mit der MZ betonte die Vorsitzende der Vereinigung, Maxi Lange, jedoch, dass in solchen Situationen Anzeigen bei der Ortspolizei der richtige Weg seien. Unabhängig von den Geschehnissen plant Baldea am Freitag ein Infoseminar für Freiwillige, die in den Katzenkolonien von Sa Pobla mitwirken.
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