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Freund mit Wasserflasche vergewaltigt: Drei der vier deutschen Mallorca-Urlauber gestehen die Tat vor Gericht

Ihnen droht im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von 15 Jahren pro Person

Der Fall wird vor dem Landgericht Essen verhandelt.

Der Fall wird vor dem Landgericht Essen verhandelt. / Bernd Thissen/dpa

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Drei der vier wegen Vergewaltigung angeklagten Mallorca-Urlauber haben die Tat am Dienstag (25.11.) beim Beginn des Prozesses am Landgericht Essen gestanden. Das bestätigte der Sprecher des Gerichts auf Anfrage der Mallorca Zeitung. Bereits in drei Wochen könnte ein Urteil fallen. Den Männern droht im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von je 15 Jahren.

Nur der jüngste der vier Angeklagten im Alter von 18 bis 50 Jahren aus Nordrhein-Westfalen machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. "Da gilt es nun zu schauen, ob ihm die Tat nachgewiesen werden kann", sagte der Sprecher. Laut dem vor der Hauptverhandlung erschienen Pressespiegel sollen die Deutschen die Tat gefilmt haben. "Das Video liegt dem Gericht aber nicht vor und existiert auch nicht mehr. Das ging auf eine Aussage des Geschädigten zurück."

"Das Strafmaß für Vergewaltigungen liegt in Deutschland zwischen zwei und 15 Jahren", sagte der Sprecher. Das Geständnis kann sich strafmildernd für die Angeklagten auswirken. Das Urteil wird einheitlich gefällt. Wie in Spanien können auch in Deutschland Haftstrafen bis zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden. Wenn es die Mindeststrafe von eben zwei Jahren wird, hängt es vom Richter ab, ob die Verurteilten ins Gefängnis müssen. Der erste der drei möglichen Fortsetzungstermine ist auf den 16. Dezember datiert. "Es ist gut möglich, dass dann schon ein Urteil gefällt wird", so der Sprecher.

Was war überhaupt passiert?

Die fünfköpfige Reisegruppe war im August im Urlaub auf Mallorca. Sie betranken sich erst im Hotel, später in einem Lokal. Das Opfer kehrte in sein Einzelzimmer zurück, wo er sich im stark alkoholisierten Zustand schlafen legte. Er trug zu dem Zeitpunkt nur eine Boxershorts. Die vier Angeklagten bekamen von der Rezeption einen Ersatzschlüssel und schlichen sich in das Zimmer. Einer der Männer soll ihm die Unterhose heruntergezogen, die Gruppe danach den Mann auf den Bauch gedreht haben. Danach führte einer von ihnen dem Opfer eine Wasserflasche rektal ein und drückte darauf, sodass Wasser herausspritzte.

Das Opfer zeigte die Tat erst in Deutschland an, weswegen der Fall nun vor dem Landgericht Essen verhandelt wird.

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