Krank durch den Job? Ryanair-Mitarbeiterin auf Mallorca fordert 25.000 Euro
Eine Ryanair-Mitarbeiterin auf Mallorca erhebt schwere Vorwürfe: Schichtstress und Hitze hätten ihr Restless-Legs-Syndrom verschlimmert – nun fordert sie 25.000 Euro

Knochenjob mit mieser Bezahlung: Handling-Mitarbeiter auf dem Flughafen Son Sant Joan. / Foto: Bendgens
Eine Ryanair-Mitarbeiterin auf Mallorca fordert 25.000 Euro Entschädigung von der irischen Fluggesellschaft, da die Arbeitsbedingungen auf der Insel ihren Gesundheitszustand verschlechtert hätten. Die Frau leidet unter dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) und wollte, dass die Airline ihren Arbeitsplatz anpasst. Daraufhin degradierte Ryanair die Angestellte.
Wie der Name schon ausdrückt, zwingt die Krankheit Menschen dazu, sich zu bewegen. In Ruhephasen fühlen sich die betroffenen Personen und verspüren ein Kribbeln oder Schmerzen. Das erschwert es, einzuschlafen.
Die Mitarbeiterin leidet seit Jahren an RLS. Mit der Zeit habe sich die Krankheit derart verschlimmert, dass laut der balearischen Gesundheitsbehörde keine normale Therapie mehr anschlägt. Die Ärzte rieten der Frau, bei ihrem Arbeitgeber eine neue Arbeitszeit anzufragen. Der Start um 7 Uhr morgens sei für sie ideal.
Viel Stress beim Handling
Die Frau arbeitet für Ryanairs Subunternehmen Azul Handling Spain, wo sie als Chefin angestellt war. Gearbeitet wurde in Schichten und nicht nur ab 7 Uhr morgens. Sie war immer wieder krankgeschrieben. Bis zu neun Stunden lang seien ihre Arbeitstage gewesen. Im Sommer habe sie die hohen Temperaturen erdulden müssen. Manchmal müsse das Team fünf Flieger gleichzeitig abfertigen, was entsprechend stressig sei. Die Firma würde die vorgeschriebenen Pausenzeiten zwischen den Flügen nicht einhalten.
Einmal fiel die Mitarbeiterin gar in Ohnmacht und kam in ärztliche Behandlung. Nicht nur sie leide unter den Bedingungen. Einige Kollegen suchten Hilfe bei einem Psychologen auf und fehlten krankgeschrieben.
Die Frau ließ sich zeitweise von ihrem Posten freistellen. Als sie glaubte, die Bedingungen seien besser, kehrte sie zurück. Es hatte sich aber nichts geändert. Ende 2024 forderte die Mitarbeiterin ihren Arbeitgeber dazu auf, ihre Stelle an ihre Krankheit anzupassen. Ryanair unterstellte ihr einen Fehler und stufte sie zu einer normalen Angestellten herab. Daraufhin habe sie im Januar eine Panikattacke erlitten und musste erneut ins Krankenhaus. Der Amtsarzt habe sich seitdem nicht gemeldet.
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