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Frontex-Einsatz vor den Balearen: 45 Migranten erreichen Mallorca und Ibiza

Nach fast zwei Wochen ohne Zwischenfälle sind erneut zwei Migrantenboote aus Algerien auf den Balearen angekommen – eines davon an der Cala Santanyí

Archivbild eines Migrantenboots vor den Balearen.

Archivbild eines Migrantenboots vor den Balearen. / DI

Die Ankünfte von Migranten, die über den gefährlichen Seeweg von Algerien auf die Balearen kommen, gehen weiter: Am Montagabend (1.12.) wurden insgesamt 45 Migranten auf zwei Booten aufgegriffen. Das erste Boot wurde um 19.02 Uhr 85 Seemeilen südöstlich von Ibiza entdeckt. An dem Einsatz war neben der Guardia Civil und der Seenotrettung auch die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) beteiligt. An Bord der Jolle waren 19 Personen, alle nordafrikanischer Herkunft.

Das zweite Boot wurde um 20.26 Uhr in der Cala Santanyí im Südosten von Mallorca entdeckt. Beamte der Guardia Civil und der Ortspolizei griffen hier 26 Nordafrikaner auf.

Wie die Ständige Vertretung der Balearen auf MZ-Anfrage erklärte, arbeitet Frontex seit Februar mit den Sicherheitsbehörden auf den Balearen zusammen. In den vergangenen Monaten hatte die Balearen-Regierung zudem eine ständige Stationierung der Grenzpolizei auf Mallorca und den Nachbarinseln gefordert, um der Migrationskrise Herr zu werden.

Erste Boote seit knapp zwei Wochen

Es handelt sich um die ersten beiden Boote, nachdem fast zwei Wochen lang keine Ankünfte mehr verzeichnet worden waren. Insgesamt sind offiziellen Zahlen zufolge in diesem Jahr 367 Boote auf den Balearen angekommen. An Bord waren dabei 6.849 Personen. Im gesamten vergangenen Jahr, dem bisherigen Rekordjahr, waren es 5.882 Migranten gewesen.

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