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Mallorca: Haftbefehl gegen deutsche Maklerin Monica T. wegen Immobilienbetrugs

Das Landgericht auf Mallorca hat gegen die deutsche Immobilienmaklerin Monica T. und ihre Mutter Haftbefehle erlassen. Ihnen werden zwei Betrugsfälle bei Immobilienkäufen vorgeworfen

Das Landgericht in Palma.

Das Landgericht in Palma. / DM

Das balearische Landgericht auf Mallorca hat die deutsche Immobilienmaklerin Monica T. zur Fahndung ausgeschrieben und einen Haftbefehl ausgestellt. Auch ihre Mutter Waltraud H. wird gesucht. Dem Duo wird Betrug bei der Abwicklung zweier Immobilienkäufe vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die 54-jährige Monica T. sechs Jahre Haft. Sie leitete vier Jahre lang das Maklerbüro Mallorca Sun Dreams SL, das sich auf den Osten der Insel spezialisiert hatte.

Die Deutsche blieb zwei angesetzten Prozessen im November und Dezember fern. Kurioserweise tauchte bei der ersten Sitzung auch das vermeintliche Opfer nicht auf. Für die Mutter fordert die Staatsanwaltschaft drei Jahre Haft. Das Gericht vermutet, dass die beiden Deutschen in die Heimat zurückgekehrt sind.

Was wird den Deutschen vorgeworfen?

Monica T. gründete 2014 das Immobilienbüro Mallorca Sun Dreams SL mutmaßlich mit ihrem Mann Paul T., der in mehreren Registern im Zusammenhang mit dem Unternehmen gelistet wird. 2018 beantragte sie die vorübergehende Schließung der Firma.

Im ersten Betrugsfall soll die Deutsche mit ihrer Mutter und der vorherigen Besitzerin einer Finca außerhalb von Artà eine ausländische Interessentin um ihr Geld betrogen haben. Im März 2016 überzeugten sie die Kundin, eine handelsübliche Anzahlung in Höhe von 10 Prozent zu leisten. Das waren in dem Fall 26.500 Euro.

Die Maklerin verschwieg der Käuferin, dass gegen die Immobilie ein Abrissbescheid wegen eines illegalen Anbaus bestand. Die Besitzerin der Finca bekam 11.500 Euro von der Anzahlung. Mutter und Tochter 15.000 Euro.

Im zweiten Fall ging es bereits 2014 um eine Wohnung in Cala Millor, die zwei Frauen für 90.000 Euro verkauften. Der Interessent hier war ein Deutscher. Die Maklerin behauptete, dass die Besitzerinnen ein Angebot in Höhe von 64.000 Euro akzeptieren würde. Die wussten davon aber nichts.

Auch hier überwies der Interessent die Anzahlung in Höhe von 6.400 Euro. Wenig später forderte die Maklerin weitere 10.000 Euro von ihm, die er ebenfalls überwies. Als Monica T. einen Tag vor der vermeintlichen Unterschrift beim Notar weitere 15.000 Euro haben wollte, wurde der Kunde hellhörig.

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