Migranten-Ankünfte auf den Balearen steigen: 442 Menschen binnen 72 Stunden
2025 verzeichnen die Balearen bereits über 7.000 Bootsflüchtlinge – Wissenschaftler wollen das Phänomen nun tiefer analysieren

Migrantenboote in der ehemaligen Kaserne Son Tous in Palma / Bernardo Arzayus
Auch im Winter nehmen weiterhin Hunderte Migranten die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer von Algerien auf die Balearen in Kauf. Binnen drei Tagen sind 442 Migranten auf Mallorca, Ibiza und Formentera angekommen. Einige retteten die Seenotrettungseinheit und die Guardia Civil auch auf See, einige Meilen von der Küste entfernt, wie die ständige Vertretung der Zentralregierung auf den Balearen mitteilte.
Allein am Dienstag (9.12.) erreichten 171 Menschen auf zehn Booten die Balearen. Am Mittwoch folgten weitere 206 Migranten an Bord von 13 pateras.
Kurz nach Mitternacht am Donnerstag fanden die Beamten der Guardia Civil 24 Migranten subsaharischer Herkunft an der Marina Botafoc, dem Stadthafen von Ibiza, vor. Auf Ibizas Nachbarinsel Formentera kam um 8.45 Uhr das nächste Migrantenboot mit 17 Menschen am Strand Platja de Migjorn an. Um 12.30 Uhr kamen die Beamten der Guardia Civil der nächsten Migrantengruppe mit 24 Menschen nordafrikanischer Herkunft zu Hilfe – diesmal auf Ibiza.
Über 7.000 Menschen
2025 sind laut offiziellen Zahlen auf den Balearen 7.322 Migranten an Bord von 395 Booten angekommen. Somit ist die Zahl der Ankünfte aus dem Vorjahr (5.882) bereits seit Längerem überschritten worden.
Migrationsphänomen an der Universität studiert
An der Balearen-Uni wird der Migrationsfluss auf die Inseln seit Kurzem auch wissenschaftlich systematisch untersucht: Mit dem neuen Observatori de Migracions a la Mediterrània (Observatoriums für Migrationen im Mittelmeer) wollen 27 interdisziplinäre Experten Daten zu Migration sammeln, auswerten und einordnen – nicht nur zu Ankünften per Boot, sondern auch zu Migration auf den Inseln insgesamt. Geplant sind unter anderem Fachtagungen und Sensibilisierungsprojekte.
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