Am "Strand der Schiffswracks": Drei Boote nach starkem Wind in Palmanova gestrandet
Der Strand von Son Maties, der kaum vor Wind geschützt ist und keine physischen Barrieren aufweist, ist regelmäßig Schauplatz derartiger maritimer Zwischenfälle

Die gestrandeten Boote am Strand von Son Maties. / Juanlu Iglesias
Am Montagmorgen (5.1) hat ein Anblick bei den Passanten an der Promenade in Palmanova für reichlich Gesprächsstoff gesorgt: Aufgrund der starken Winde, die Mallorca in den vergangenen Tagen heimsuchten, sind dieses Mal gleich drei Boote am Strand von Son Maties auf Grund gelaufen.
Dieser Strand ist ein sehr beliebter Ankerplatz, auch die drei betroffenen Boote liegen normalerweise in diesen Gewässern vor Anker. Da er jedoch kaum vor Wind und Seegang geschützt ist und über keine physischen Barrieren verfügt, kommt es an Tagen mit starkem Wind regelmäßig zum Reißen der Ankerleinen. Dennoch sind spektakuläre Fälle wie der jetzige mit drei gestrandeten Booten am selben Strand eine Ausnahme.

Zwei der insgesamt drei gestrandeten Boote bei Palmanova. / Juanlu Iglesias
Wiederkehrende Vorfälle
In jüngster Zeit ist Son Maties in der Gemeinde Calvià bereits als "Strand der Schiffswracks" bekannt geworden. Für die Anwohner ist dieses Phänomen durchaus lästig. Der letzte Vorfall ereignete sich erst vor knapp einem Monat, als Anfang Dezember ein Segelboot strandete.
Auch im März 2025 gab es einen ähnlichen Vorfall. Da der Strand im Sommer sehr touristisch geprägt ist und im Winter ein beliebter Ort für Spaziergänge der Anwohner ist, erregen diese Ereignisse stets großes Aufsehen bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen.

Eines der auf Grund gelaufenen Boote am Strand von Son Maties. / Juanlu Iglesias
Der bekannteste Fall: das 40-Tonnen-Wrack
Der bemerkenswerteste Vorfall ereignete sich im Jahr 2019, als eine 22 Meter lange und über 40 Tonnen schwere Freizeityacht am Strand auf Grund lief und dort bis zum Jahr 2020 verblieb, bevor sie schließlich entfernt wurde. Dieses Boot machte inselweit Schlagzeilen und entwickelte sich im Sommer 2019 zu einer Touristenattraktion mit zahlreichen Social-Media-Posts der Urlauber. Es wurde zudem Ziel von Schmierereien und Graffiti, bis die Stadtverwaltung schließlich eingriff und mit 80.000 Euro aus ihrem Budget von 2020 den Abtransport in die Wege leitete. /bro
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