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Etikettenschwindel am Flughafen: Falsches "Mallorca-Wasser" an ahnungslose Urlauber verkauft

Die Balearen-Regierung hat am Flughafen über 2.000 Produkte wegen Etikettenschwindels beschlagnahmt. Ein Geschäft hatte Wasser als „Agua de Mallorca“ / "Mallorca Water" beworben, obwohl es gar nicht auf den Balearen abgefüllt wurde

Das beschlagnahmte "Mallorca-Wasser".

Das beschlagnahmte "Mallorca-Wasser". / CAIB

Redaktion MZ

Redaktion MZ

Das balearische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt hat am Dienstag (9.1.) am Flughafen Son Sant Joan in Palma 2.020 Behälter mit jeweils 0,5 Liter vermeintlichem Wasser von Mallorca wegen mutmaßlichen Etikettenschwindels sichergestellt. Wie es in einer Pressemitteilung des Ministeriums heißt, hatte ein Geschäft das Wasser in Kartons unter dem Namen „Agua de Mallorca / Mallorca Water“ verkauft, obwohl es gar nicht auf den Balearen abgefüllt worden war.

So hoch sind die Bußgelder

Beim Ministerium soll im Vorfeld eine Beschwerde eingegangen sein. Inspektorinnen der Generaldirektion für Lebensmittelqualität und lokale Produkte schlugen daraufhin an dem Verkaufsstandort auf und stellten fest, dass es sich bei dem Produkt um Wasser aus einer anderen spanischen Region handelte. Derartige Verstöße können laut der Landesregierung mit Bußgeldern von ab 3.000 Euro geahndet werden.

Generaldirektor Joan Llabrés betonte, dass geografische Herkunftsbezeichnungen wie „Agua de Mallorca“ ausschließlich für Produkte verwendet werden dürfen, die tatsächlich von der Insel stammen. Man verfolge eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Anbietern, die sich unrechtmäßig diesen Namen zunutze machten. Zudem arbeite die Behörde bei Hinweisen aus dem Sektor besonders schnell, um unlauteren Wettbewerb und Verbrauchertäuschung zu verhindern, so Llabrés weiter. /sw

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