Dacheinsturz in Manacor: 13-jähriger Junge war unter einem Meter Schutt begraben
Bei dem Unglück kam sein 18-jähriger Bruder ums Leben

Die Bilder vom Unglücksort. / Feuerwehr Mallorca
Der Junge, der bei dem tödlichen Einsturz eines Hausdaches auf Mallorca verletzt wurde, war nach Angaben des Direktors für Katastrophenschutz im Inselrat, Joan Fornàs, „unter einem Meter Trümmern eingeschlossen“. Der nach Angaben des "Diario de Mallorca" 13 Jahre alte Junge (in anderen Medien war von einem Zwölfjährigen die Rede) wurde von der Feuerwehr geborgen und ins Krankenhaus Son Espases gebracht. Gegen Mittag wurde er angesichts seiner offenbar nur geringfügigen Verletzungen bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt, als es während der Sicherungsarbeiten zu einem zweiten Einsturz kam. Städtische Techniker und die Nationalpolizei ermitteln nun die Ursachen des Unglücks, bei dem der 18-jährige Bruder des Verletzten ums Leben kam.
Fornàs erklärte, dass der Einsturz in einem Einfamilienhaus mit Erdgeschoss und Obergeschoss im Carrer Sant Francesc in Manacor passiert sei. „Die Balken über dem Kinderzimmer sind eingestürzt“, sagte er. „Die Feuerwehr und die Ortspolizei waren sofort vor Ort und begannen, die Trümmer zu räumen. Sie fanden zuerst das ältere Opfer - den 18-jährigen Verstorbenen - und hörten dann den zweiten Jungen. Er lag unter einem Meter Schutt begraben, aber konnte befreit werden“, erklärte Fornàs. Nach neueren Erkenntnissen hatte der Junge Glück, dass die Dachbalken über ihm zusammenstürzten und eine Art Zelt bildeten, das ihn vor den weiteren Trümmerteilen schützte.

Ein Schutthaufen blieb von der Decke des Zimmers übrig, in dem die Jungen schliefen. / Feuerwehr Mallorca
Drei Einstürze hintereinander
„Die Einsatzkräfte sind dann erneut hineingegangen, um das Gebäude abzustützen – und dabei kam es zu einem zweiten Einsturz. Ein Feuerwehrmann zog sich Rippenverletzungen zu und wurde noch an Ort und Stelle versorgt“, berichtete der Einsatzleiter weiter. Später habe es zudem einen dritten Teileinsturz der Struktur gegeben.
Über die Ursache des Unglücks ist bisher nichts bekannt. „Die Architekten des Rathauses und die Feuerwehr untersuchen derzeit die Schäden“, erklärte Fornàs. Die Nationalpolizei hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Hintergründe zu klären. Die Stadtverwaltung von Manacor hat für 12 Uhr zu einer Schweigeminute vor dem Rathaus aufgerufen, um des Toten zu gedenken.
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