La Fortalesa: So beeindruckend ist der neue Drehort von Pierce Brosnan auf Mallorca
Pierce Brosnan und Helen Mirren machen derzeit La Fortalesa zur Mafia-Festung. Immer wieder zieht der Ort Promis an - manche sogar zum Heiraten.

l Stehen für „MobLand“ gemeinsam vor der Kamera: Pierce Brosnan und Helen Mirren. l Heiß begehrt: Die Halbinsel und Festung La Fortalesa bei Pollença. | FOTOS: PARAMOUNT/E&V
Schließen sie die Augen und denken Sie an den berühmtesten Mallorquiner. Und dann an den sexiesten James-Bond-Darsteller. Und jetzt an die wohl teuerste Immobilie Mallorcas. Ja, La Fortalesa, die majestätische Festung auf der Halbinsel vor Port de Pollença, zieht Superlative an. Tennisstar Rafa Nadal feierte dort 2019 seine Hochzeit. Und jetzt dreht dort auch noch Hollywoodstar Pierce Brosnan.
In prominenter Gesellschaft
Der irische Schauspieler, der in den 90er-Jahren in seiner Rolle als Geheimagent die Frauenherzen höherschlagen ließ, befindet sich aktuell auf der Insel – und das in prominenter Gesellschaft. Schnappschüsse vom Dreh gibt es zwar noch nicht – La Fortalesa ist eben eine Festung, da kommt niemand ungebeten herein. Dennoch ist durchgesickert, dass in dieser Woche auf der Halbinsel vier Tage lang die zweite Staffel der Paramount+- Serie „MobLand“ gedreht wird. Pierce Brosnan verkörpert darin Conrad Harrigan, das Oberhaupt einer mächtigen irischen Mafia-Familie mit Sitz in London. An seiner Seite: Oscar-Preisträgerin Helen Mirren in der Rolle der Matriarchin Maeve Harrigan. Als Dritter im Bunde ist zudem der Brite Tom Hardy zugegen. Er spielt in der Krimiserie den Familienvermittler Harry Da Souza.
Nicht, dass Paramount bei der Wahl des Drehorts wahnsinnig innovativ war. Die britische BBC drehte auf La Fortalesa – die mit vollständigem Namen Fortalesa d’Albercuix heißt – bereits im Jahr 2015 ihren Agenten-Thriller „The Night Manager“, die dann drei Golden Globes gewann. Und die harmlosere deutsche Komödie „Da muss Mann durch“ mit Wotan Wilke Möhring, koproduziert von Warner Bros., nutzte das Anwesen schon im Sommer 2013 als Schauplatz für Dreharbeiten.

Lizenz zum Drehen
Wie viel Paramount dafür hinblättert, an dem prestigeträchtigen Ort filmen zu dürfen, ist nicht bekannt. Billig war es sicherlich nicht. Bereits vor Jahren legte Basketballprofi Rudy Fernández stolze 193.600 Euro Miete auf den Tisch, um auf der Festung heiraten zu dürfen.
Für den Inhaber dürften die Einnahmen aber ohnehin nur Peanuts sein. Ivar Tollefsen, der die Festung im Jahr 2022 für rund 63 Millionen Euro erwarb, ist ein norwegischer Milliardär und gehört laut „Forbes“-Liste zu den reichsten Menschen der Welt. Allein in Deutschland gehören dem Immobilienhai rund 30.000 Wohnungen, 20.000 davon in Berlin.
Nicht der erste Besuch
Dass sich La Fortalesa als Drehort für einen Agenten- oder Mafia-Film eignet, steht außer Frage. Charakteristisch ist vor allem die Festung mit Wehrturm, deren Bau auf das Jahr 1682 zurückgeht. Hinzu kommen sechs Gästehäuser, eine eigene Kläranlage, ein kleiner Hafen und Tennisplätze sowie ein Garten, ein Hubschrauberlandeplatz und mehrere Aussichtspunkte. Insgesamt beträgt die bebaute Fläche mehr als 20.000 Quadratmeter – genug Platz und Prunk also, damit Pierce Brosnan und Co. vor der Kamera glänzen können.
Für den 72-Jährigen ist es übrigens nicht der erste Mallorca-Dreh. Bereits 2012 war er beruflich auf der Insel unterwegs. Damals drehte er in Camp de Mar für den Film „A Long Way Down“. Einen ganzen Tag lang filmte die Crew ihn damals für mehrere Szenen am Strand. Fans hatten Glück – mehr als ein Mal sprang Brosnan zusammen mit Schauspielerkollege Aaron Paul („Breaking Bad“) leicht bekleidet ins Wasser.
Auf La Fortalesa dürfte es für das gemeine Volk unmöglich sein, solche Einblicke auf den Ex-James-Bond zu erhaschen. Ein Grund mehr, den „Mallorca-Mob“ eines Tages einmal zu begutachten.
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