Über 200.000 Euro Schaden: Polizei deckt Betrugsmasche mit Disneyland-Reisepaketen auf Mallorca auf
Der mutmaßliche Hauptverdächtige soll einem Opfer versprochen haben, günstige Disney-Reisepakete zu besorgen, um es dazu zu bringen, ihm Geld zu überweisen

Beim mutmaßlichen Betrug wurden Disney-Reisen als Köder benutzt. / AP
Die Nationalpolizei hat auf Mallorca einen mutmaßlichen Betrug in Höhe von mehr als 200.000 Euro aufgedeckt. Im Mittelpunkt der Masche standen touristische Reisepakete ins Disneyland. Die Ermittler gehen davon aus, dass es mehr als ein Dutzend Betroffene auf der Insel gibt – und dass die Zahl der Opfer noch steigt.
So begann das Geschäft mit den Disney-Paketen
Der mutmaßliche Hauptverdächtige erzählte einem der mutmaßlichen Opfer zunächst von einem angeblich äußerst lukrativen Geschäft: Er könne sehr günstige Reisepakete ins Disneyland erwerben und diese anschließend über andere Kanäle deutlich teurer weiterverkaufen. Um das Vorhaben zu finanzieren, bat er ihn um Geld.
Der Mann ließ sich überzeugen und überwies in mehreren Tranchen insgesamt rund 3.000 Euro. Nach einiger Zeit erklärte der mutmaßliche Hauptverdächtige dann, sein Bankkonto sei blockiert. Deshalb könne er das geliehene Geld nicht zurückzahlen. Um die Sperre angeblich aufzuheben, müsse der Mann eine Summe, die auf seinem Konto eingehen werde, unmittelbar weiterüberweisen.
Kurz darauf gingen tatsächlich knapp 3.000 Euro auf dem Konto des Mannes ein. Wie ihm aufgetragen worden war, leitete er den Betrag umgehend an ein weiteres Konto weiter.
Ermittler sprechen von einer möglichen „Bankmule“
Aus Sicht der Ermittler könnte der Mann damit als Kurier eingesetzt worden sein – also als zwischengeschaltete Person, über deren Konto Geld weitergeleitet wird, um die Spuren zu verwischen. Gleichzeitig könnte er selbst zu den Geschädigten gehören: Nach bisherigen Erkenntnissen habe er keinen Vorteil erhalten, sondern am Ende die rund 3.000 Euro verloren, die er zuvor verliehen hatte.
Die Nationalpolizei nahm den Mann im Dezember in Palma als Beschuldigten ins Visier und vernahm ihn in den Dienststellen. Anschließend wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler haben nach eigenen Angaben weitere Verdächtige und mögliche Komplizen im Blick und setzen die Untersuchungen fort.
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