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Pech für Sonnen-Sucher: So ungewöhnlich nass ist der Mallorca-Winter in diesem Jahr

Wer Sonne auf Mallorca suchte, bekam im Januar 2026 vor allem Regen: Laut Aemet fiel doppelt so viel Niederschlag wie üblich – dazu Sturm und relativ milde Temperaturen.

Im Januar 2026 hat es auf Mallorca doppelt so viel geregnet wie für diese Jahreszeit üblich

Im Januar 2026 hat es auf Mallorca doppelt so viel geregnet wie für diese Jahreszeit üblich / Europa Press

Wer sich eine Auszeit aus dem grauen Deutschland nehmen und den Winter auf der Sonneninsel Mallorca verbringen wollte, der hatte in diesem Jahr wenig Glück: Nach dem regenreichen Dezember war auch der Januar auf der Insel ungewöhnlich nass. Wie der spanische Wetterdienst Aemet in seiner monatlichen Bilanz berichtet, hat es im ersten Monat des neuen Jahres 2026 doppelt so viel geregnet wie sonst für diesen Zeitraum üblich.

Nass, aber warm

Des einen Freud, des anderen Leid: Während sonnenhungrige Mitteleuropäer enttäuscht sein dürften, sind die Niederschläge für Mallorcas Natur ein Segen. Immer wieder ist es in den vergangenen Jahren zu massiver Wasserknappheit und Dürre gekommen - vor allem, weil es viel zu wenig geregnet hat. Dieses Jahr dürfte es den Pflanzen und auch den Landwirten besser ergehen.

Laut Aemet-Wetterbilanz ebenfalls auffällig: Der Januar war auf den Balearen nicht nur sehr feucht, sondern auch sehr windig, dabei aber bei einer Durchschnittstemperatur von 11 Grad relativ warm. Normalerweise liege die Durchschnittstemperatur bei 10 Grad. Auch die Anzahl der Frosttage in den Bergen der Tramuntana ist zurückgegangen. So gab es etwa in Lluc fünf Frosttage, während neun üblich sind. Der kälteste Tag des Monats war der 7. Januar, an dem an zwölf Messstationen Frost registriert wurde.

Sechs Tiefdruckgebiete

Doch zurück zum Regen: Im Durchschnitt fielen auf den Balearen 115,2 Liter pro Quadratmeter (l/m²) Regen, während üblich 60,3 l/m² sind. Auf Mallorca waren es sogar 119,9 l/m² statt 59,5 l/m². Der Januar 2026 wird damit als siebtnassester Januar seit 1961 registriert. Grund dafür waren vor allem in der zweiten Monatshälfte eine Abfolge stark wirksamer Tiefdruckgebiete. Insgesamt sechs davon zogen über die Inseln und brachten intensive Niederschläge, sehr starke Winde und schweren Seegang.

Die höchsten monatlichen Niederschlagsmengen wurden in der Serra de Tramuntana registriert: in Lluc 308,9 l/m² (101 Prozent über dem Normalwert) und in Son Torrella 281,6 l/m² (75 % mehr).

Hervorzuheben sind ebenfalls die 116,2 l/m², die in Palma an der Wetterstation Porto Pi gemessen wurden, wo 3,2-mal mehr Regen fiel als üblich; damit ist der Januar 2026 dort seit 1978 der viertregenreichste Monat.

Die höchsten täglichen Niederschlagsmengen wurden ebenfalls im Gebiet der Serra de Tramuntana gemessen. Konkret wurden am 19. in Lluc 124,5 l/m² und in Son Torrella 102,8 l/m² registriert.

Außerdem registrierte die Aemet vier Schneetage – das entspricht der üblichen Schneehäufigkeit im Januar. So schneite es am 5.1. oberhalb von 800 Metern, am 6.1. oberhalb von 1.300 Metern, am 7.1. oberhalb von 500 Metern und am 22.1. oberhalb von 1.200 Metern.

Windig

Auch der Wind bescherte Mallorca im Januar Rekorde. So wurden an Palmas Flughafen 15 Januartage mit sehr starkem Wind verzeichnet, normal sind 5. Die stärkste Windböe des ersten Monats des Jahres wurde am 31. in der Serra d'Alfàbia registriert und erreichte 158 Kilometer pro Stunde (km/h). Ebenfalls hervorzuheben sind Böen von 112 km/h aus Westen auf Cabrera, 106 km/h aus Nordwesten in Binissalem und 95 km/h aus Westen in Sóller.

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