Ärger über Handgepäckregeln: Passagier schlägt im Flughafen Mallorca Ryanair-Mitarbeiter die Zähne aus
Der Koffer war zu groß. Das wollte der Passagier nicht wahrhaben und wurde handgreiflich

Das Handgepäck sorgte mal wieder für Ärger. / Privat
Am Flughafen Mallorca ist es zu einem blutigen Zwischenfall gekommen. Wie das Online-Portal "okdiario" am Samstag (7.2.) berichtete, schlug ein wütender Passagier einem Ryanair-Mitarbeiter die Zähne aus. Anlass sei ein Streit über ein zu großes Handgepäckstück gewesen. Die MZ hat sowohl den Flughafenbetreiber Aena als auch die Guardia Civil um Stellungnahmen gebeten. Antworten stehen noch aus.
Zu dem Vorfall ist es laut dem Bericht vor dem Flug FR2062 von Palma nach Madrid gekommen. Das Portal nennt keinen konkreten Tag, der Flug sei durch die Aktion aber stark verspätet gewesen. Das war laut dem Flighttracker am Donnerstag mit mehr als zweieinhalb Stunden der Fall.
Erst diskutiert, dann geschlagen, am Ende eine Kopfnuss verteilt
Der Passagier wollte in den Flieger einsteigen. Das Bodenpersonal der irischen Fluglinie akzeptierte jedoch sein Handgepäck nicht, da es die vorgegebenen Maße überschritten haben soll. Es kam erst zu einer lautstarken Diskussion. Dann wurde der Passagier handgreiflich.
Der Mann soll dem Ryanair-Angestellten mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Dem Mitarbeiter sollen deswegen mehrere Zähne ausgefallen sein. Im Anschluss verpasste der Angreifer seinem Opfer auch noch eine Kopfnuss. Dabei soll er sich auch selbst verletzt haben.
Guardia Civil nahm den Angreifer fest
Andere Flughafenangestellte hielten den Passagier fest, ehe Securitymänner von Trablisa und Beamte der Guardia Civil kamen. Letztere nahmen ihn fest und legten ihm Handschellen an. Sowohl der Angreifer als auch das Opfer mussten laut dem Bericht ärztlich behandelt werden.
An den Ryanair-Gates kommt es sehr häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Passagieren und Mitarbeitern. Die Fluggesellschaft ist für ihren strengen Umgang mit den Handgepäckbestimmungen bekannt. Die Fluglinie zahlt ihren Angestellten 1,50 Euro pro Koffer, der als zu groß identifiziert wird. Es steht bereits im Raum, diesen Bonus zu erhöhen.
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