Zwölf Frauen aus Zwangsprostitution befreit: Polizei sprengt nächsten Menschenhändlerring auf Mallorca
Die Frauen wurden mit lukrativen Jobs auf die Insel gelockt und mussten dann rund um die Uhr Freiern zur Verfügung stehen

Die Guardia Civil hat auf Mallorca einen Menschenhändlerring zerschlagen. Wie aus einer am Sonntag (8.2.) verschickten Pressemitteilung hervorgeht, befreiten die Beamten zwölf Frauen aus der Zwangsprostitution und nahmen fünf Personen fest. Erst vor zwei Wochen hatte die Nationalpolizei einen ähnlichen Schlag gelandet.
Die Menschenhändler sollen mit der üblichen Masche vorgegangen sein. Sie köderten in Südamerika Frauen mit vermeintlich lukrativen Jobs auf Mallorca. Auf der Insel angekommen zwangen die Menschenhändler die Damen zur Prostitution, um die Kosten zu begleichen, die durch die Reise nach Spanien entstanden.
Drogen, Bargeld und Schusswaffen konfisziert
Laut der Pressemitteilung mussten die Frauen rund um die Uhr für die Freier zur Verfügung stehen. Die Zuhälter zwangen sie, Drogen zu nehmen und an die Kunden weiterzuverkaufen. Die Zwangsprostituierten wurden ständig bedroht und eingeschüchtert. Als illegale Einwanderinnen fürchteten sie eine Abschiebung und gingen deswegen nicht zur Polizei.
Die Guardia Civil machte die Köpfe des Menschenhändlerrings ausfindig und durchsuchte drei Wohnungen. Dabei konfiszierten die Beamten Bargeld, Drogen und Schusswaffen. Vier Männer und eine Frau mit Wohnsitz auf Mallorca wurden festgenommen. Ihnen wird Menschenhandel, Drogenhandel und Geldwäsche vorgeworfen. Die Opfer kamen in gesicherten Wohnungen unter.
Zweiter Fall binnen weniger Wochen
Bei der Aktion der Nationalpolizei waren es 15 Frauen, die aus der Zwangsprostitution befreit wurden. Auch hier lockten die Kriminellen mit Jobangeboten. Die Opfer sollten laut Anzeigen in den sozialen Medien in Massagesalons arbeiten und dafür 2.000 Euro pro Monat verdienen.
Die Organisation habe Reise- und Transportkosten übernommen und daraus eine Schuldenlast konstruiert, die die Frauen anschließend durch Prostitution „abzahlen“ sollten. Auf Mallorca seien sie in Wohnungen gebracht worden und hätten dort 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen müssen – ohne Bewegungsfreiheit und ohne Kunden ablehnen zu dürfen. Zudem seien sie zu Hausbesuchen gezwungen worden und in einzelnen Fällen seien sie dazu genötigt worden, Sex ohne Kondom zu haben - die Organisation kassiert dafür mehr Geld ein.
- Warnstufe Gelb: Nach überraschend sonnigem Sonntag kommt zum Wochenstart der Regen wieder
- Hochzeitsglocken bei zwei deutschen Unternehmerdynastien: Mallorca-Hotelier heiratet BMW-Erbin
- Der Südwesten Mallorcas wird mit Luxusanwesen zugekleistert - in einem Ort brach deshalb die Straße weg
- Wetter auf Mallorca: Und der Regen prasselt immer weiter
- Ich gönn' mir das jetzt': So eine Wuchermiete zahlt Influencerin Anne Wünsche für ihr neues Mallorca-Zuhause
- Kultrestaurant in Porto Cristo zieht Reißleine: 60 Prozent der Tische werden für Mallorquiner reserviert
- "Wir werden uns heute an der Kuh vergnügen": Gruppenvergewaltiger auf Mallorca zu langjährigen Haftstrafen verurteilt
- Legalisierung zum Schnäppchenpreis: Eigentümer von Schwarzbauten fluten die Rathäuser auf Mallorca mit Anträgen
