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Trotz Nebel: Seit Wochenbeginn 311 Migranten auf den Balearen angekommen

Die meisten Boote wurden nahe Mallorcas Nachbarinsel Formentera aufgegriffen

Ein von der Guardia Civil gestopptes Migrantenboot vor Cabrera.

Ein von der Guardia Civil gestopptes Migrantenboot vor Cabrera. / DM

Sarah López

Sarah López

Ein weiterer Schub von Migranten erreicht die Balearen: Seit Beginn der Woche sind 311 Personen in kleinen, instabilen Booten von Algerien aus auf die Inseln übergesetzt. Das geht aus Daten der ständigen Vertretung der Zentralregierung auf den Balearen hervor. Die meisten Boote landeten auf der am dünnsten besiedelten Baleareninsel Formentera, allerdings erreichten auch einige Bootsmigranten Mallorca.

In den frühen Morgenstunden des Montags (23.2.) kam gegen 3.50 Uhr ein Boot vor der Küste Formenteras an. An Bord waren 14 Menschen nordafrikanischer Herkunft. Die kleinste der Baleareninseln liegt der algerischen Küste am nächsten – von dort aus setzen die Migranten auf die Balearen über.

Wenige Stunden später kam ein weiteres Boot mit zwölf Migranten an. Es folgte ein drittes Boot mit 31 Menschen, diesmal subsaharischer Herkunft. Auch auf Ibiza traf ein Boot mit zehn Personen an Bord ein.

Ein weiteres Boot wurde in der Nähe der Inselgruppe Cabrera aufgegriffen. An Bord befanden sich 19 Insassen nordafrikanischer Herkunft.

Ankünfte vor allem auf Formentera

Das erste Boot am Dienstag (24.2.) erreichte gegen 4.30 Uhr Formentera – mit 17 Personen an Bord. Rund eine halbe Stunde später traf ein weiteres Boot ein, ebenfalls mit 17 Insassen. Gegen 6.30 Uhr wurden erneut 15 Personen an Formenteras Küste gerettet. Etwa eine halbe Stunde später griffen Beamte rund 20 Menschen auf Formenteras Hauptstraße "Carretera de la Mola" auf.

Im Laufe des Dienstags kamen weitere Boote auf Formentera an: Gegen 11 Uhr strandeten 17 Menschen nordafrikanischer Herkunft. Um 12.10 Uhr erreichte ein Boot mit 16 Personen subsaharischer Herkunft die Insel. Zwei weitere Boote trafen am Mittag ein – mit jeweils 14 und 15 Insassen an Bord.

Auch in der Nähe von Cabrera kam es zu Rettungseinsätzen: Etwa zwei Seemeilen (etwa drei Kilometer) von Cabrera entfernt eilte die Seenotrettung gegen 6.30 Uhr 26 Menschen nordafrikanischer Herkunft zu Hilfe. Später in der Nacht, gegen 22 Uhr, retteten Beamte der Guardia Civil 24 Personen subsaharischer Herkunft rund 15 Seemeilen südlich von Mallorca.

In den ersten Stunden des Mittwochs (25.2.) gingen die Rettungseinsätze weiter: Diesmal wurden 30 Personen rund 44 Seemeilen östlich von Ibiza aufgegriffen.

Wetter nicht ideal

Seit Beginn der Woche liegen die Balearen unter einer Nebeldecke – das dürfte die Überfahrt über das Mittelmeer und die Ankunft der Migranten zusätzlich erschwert haben. Auf Formentera lief ein Boot auf Felsen auf. Die Insassen konnten sich in Sicherheit bringen, mehrere von ihnen erlitten jedoch Unterkühlungen.

Seit Jahresbeginn über 600 Menschen

Die aktuellen Zahlen markieren den zweitgrößten Schub an Migrantenbooten auf den Balearen seit Jahresbeginn. Insgesamt sind nach den vorliegenden Angaben bislang 646 Menschen an Bord von 35 pateras auf der Inselgruppe angekommen.

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