Sie hatte ihr neugeborenes Baby in den Müll geworfen: Polizei spürt verurteilte Mutter auf Mallorca auf
Die Frau war zehn Tage lang verschwunden. Sie war Ende März zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden

Redaktion MZ
Beamte der Guardia Civil und der spanischen Nationalpolizei haben in Manacor die Frau aufgespürt, die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, nachdem sie ihr Baby in Porto Cristo in einen Müllcontainer geworfen hatte. Das Neugeborene war nach der Tat gestorben.
Wie die Behörden in einer Mitteilung bekanntgaben, gelang die Ortung dank gemeinsamer Ermittlungen der Kriminalpolizei der Policía Nacional in Manacor und einer in Palma eingesetzten Einheit der Guardia Civil. Dabei konnte die Frau in Manacor lokalisiert werden.
Am Dienstag (31.3.) führten die beiden Polizeieinheiten in Manacor einen gemeinsamen Einsatz durch, der zur Festnahme der Frau führte.
Zehn Tage verschwunden
Yolanda M., die Mutter des neugeborenen Mädchens sowie ihr Schwager waren am 22. März vom Geschworenengericht einstimmig des Todes des Kindes schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide eine überprüfbare lebenslange Freiheitsstrafe beantragt.
Die Hauptangeklagte erschien nicht zur Verkündung des Urteils; das Geschworenengericht verlas den Schuldspruch in ihrer Abwesenheit. Es handelte sich bereits um den zweiten Prozess in dem Fall. Der erste wurde im November 2025 annulliert, nachdem erhebliche Zweifel an der Qualifikation des gerichtlich bestellten Gutachters aufgekommen waren.
Noch am 22. März leitete die Nationalpolizei Ermittlungen zu ihrem Aufenthaltsort ein, und die Richterin erließ einen Haftbefehl gegen die Mutter des Babys.
Das war geschehen
Der Vorfall ereignete sich am 3. November 2023. Ein Zeuge alarmierte die Ortspolizei von Manacor, nachdem er in einem Müllcontainer ein neugeborenes Baby gefunden hatte. Die Beamten brachten das Kind umgehend ins nahegelegene Krankenhaus Hospital Parque Llevant, doch die Ärzte konnten nur noch den Tod des Babys feststellen.
Ermittler der Nationalpolizei übernahmen den Fall und identifizierten sowie verhafteten innerhalb weniger Stunden die Mutter und den Onkel des Babys. Nach den Ermittlungen der Mordkommission brachte die Mutter das Kind im Auto in Anwesenheit ihrer Schwester und ihres Schwagers zur Welt. Sie befand sich in der 26. bis 27. Schwangerschaftswoche.
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