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Guardia Civil gibt Einzelheiten zur Festnahme des deutschen Immobilienunternehmers Uwe Reppegather auf Ibiza bekannt

Der Deutsche soll im Zuge eines Insolvenzverfahrens Vermögenswerte verschleiert haben

Hier wird Uwe Reppegather am 26. März auf Ibiza festgenommen.

Guardia Civil

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Guardia Civil hat am Dienstag (7.4.) Einzelheiten zur Festnahme des deutschen Immobilienunternehmers Uwe Reppegather auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza bekannt gegeben. Dem 62-Jährigen wird Betrug vorgeworfen. Er soll bei einem Insolvenzverfahren Vermögenswerte verschleiert haben.

Laut der Pressemitteilung durchsuchten Polizisten am 26. März gleichzeitig 49 Häuser in sechs verschiedenen Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Spanien und Niederlande. Reppegather soll mit seiner Unternehmensgruppe die Straftaten des Betrugs, der Steuerhinterziehung und andere gesellschaftsrechtliche Delikte begangen haben. Im Raum steht eine Summe von 10,5 Millionen Euro. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die deutschen Behörden waren bei der Operation "Geldstrom Bal" federführend. Es kam zu zwei Festnahmen. Neben Reppegather wurde ein Partner von ihm in Deutschland festgenommen. Die Ermittler fanden zahlreiche Beweise in Form von Mobiltelefonen, Computergeräten, Handelsregistern und anderen Dokumenten. Den Behörden gelang es außerdem, Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Euro zu beschlagnahmen, darunter Bargeld, Kunstwerke, Uhren, Handtaschen und einen luxuriösen Sportwagen.

Darum geht es in den Ermittlungen

Reppegather, der auch in Palma im Immobilienbereich tätig war und von der Strafverteidigerin Maria Barbancho vertreten wird, hatte die Privatinsolvenz im Jahr 2023 angemeldet, nachdem die Geschäfte seiner Firma Centrum in Schwierigkeiten geraten waren. Der Unternehmer soll für viele Projekte persönlich gehaftet haben und so Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Milliarden Euro angehäuft haben. Das Verfahren wurde bereits vergangenes Jahr beendet. Die Gläubiger erhielten demnach nur 0,72 Prozent ihrer Forderungen zurück.

Dass weiter gegen Reppegather ermittelt wird, liegt daran, dass der Unternehmer vor der Privatinsolvenz mutmaßlich erhebliche Vermögenswerte an andere Personen aus seinem persönlichen Umfeld übertragen haben soll. Die mehrere Millionen Euro teure Villa auf Ibiza, in der er festgenommen wurde, ging etwa an seine Ehefrau. Zudem sollen die Ermittler Zweifel haben, ob bei der Anmeldung der Insolvenz korrekte Angaben zu allen Vermögenswerten gemacht wurden.

Wird Reppegather nach Deutschland ausgeliefert?

Das zuständige Ermittlungsgericht in Madrid hatte Reppegather nach der Festnahme auf freien Fuß gesetzt. Laut der Staatsanwaltschaft Düsseldorf haben die spanischen Behörden seine Auslieferung nach Deutschland bereits bewilligt. Er müsse nun innerhalb weniger Wochen nach Deutschland reisen und sich den hiesigen Behörden stellen, wie etwa die "Rheinische Post" und das "Handelsblatt" berichten.

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