Fehlende Bojen an Palmas Stränden: Jetskis kommen Badegästen gefährlich nah
Laut der Gewerkschaft Unión Socorristas de Palma-CGT stellt dies ein Sicherheitsrisiko dar

Christian Melogno/Unión de Socorristas
Die Gewerkschaft Unión Socorristas de Palma-CGT schlägt Alarm: Zehn Tage nach dem offiziellen Beginn der Badesaison fehlen an den Stadtstränden von Palma noch immer die vorgeschriebenen Bojenketten. Wie die Rettungsschwimmer in einer Pressemitteilung von Dienstag (7.4.) warnen, stellt dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da Wasserfahrzeuge viel zu nah an die Badezonen heranfahren können.
Und dieses Risiko macht sich bereits bemerkbar: Auf einem aktuellen Video, welches neben der Pressemitteilung verschickt wurde, sind bis zu vier Jetskis zu sehen, die mit hoher Geschwindigkeit unmittelbar vor dem Stadtstrand von Can Pere Antoni unterwegs sind.
Wiederholt Boote und andere Wasserfahrzeuge
Eigentlich sollten die vorgeschriebenen Markierungen, die den Badebereich in einem Abstand von 200 Metern zur Küste abgrenzen sollen, bereits installiert sein. Gerade in den vergangenen Tagen – auch im Zusammenhang mit der Osterwoche – seien wiederholt Boote und andere Wasserfahrzeuge ohne ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Badegästen unterwegs gewesen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Die Gewerkschaft warnt vor schweren Unfällen, Kollisionen mit Wasserfahrzeugen oder sogar irreversiblen Verletzungen. Das Fehlen der Abgrenzungen stelle zudem „einen klaren Verstoß gegen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen“ dar, die im Rahmen von Überwachungs- und Rettungsdiensten gewährleistet sein müssten.
„Die Sicherheit ist nicht gewährleistet“
Aus Sicht der Unión Socorristas de Palma-CGT ist „die Sicherheit der Strandnutzer derzeit nicht gewährleistet“. Die Gewerkschaft macht die Stadtverwaltung für mögliche Zwischenfälle verantwortlich, solange keine Maßnahmen ergriffen werden.
Gefordert wird daher die umgehende Installation der vorgeschriebenen Bojen sowie die schnelle Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Badegästen. Zudem verlangt die Organisation eine öffentliche Erklärung für die Verzögerung sowie einen „klaren Zeitplan“, um die Mindeststandards der Sicherheit an den Stränden schnellstmöglich wiederherzustellen.
Die Gewerkschaft nennt ausdrücklich Palmas Bürgermeister Jaime Martínez sowie den Umweltdezernenten Llorenç Bauzá als Verantwortliche dafür, dass Bürger gefahrlos baden können müssen. /slr
- Nach Teileinsturz des Speisesaals: Hotel auf Mallorca muss erst einmal schließen
- Regen, Kälte und Sturm: Wie lange das schlechte Wetter auf Mallorca anhalten soll
- Speisesaal eines Hotels in Santa Ponça auf Mallorca bricht weg: zwei Leichtverletzte
- Deutsche, Deutsche überall': Neue Schmiererei in Palma wirft Fragen auf
- Ballermann-Urlauber aufgepasst: Privater Sicherheitsdienst soll endlich für Ordnung an der Playa de Palma sorgen
- Weder Picasso noch Miró oder Warhol: Das ist das teuerste Kunstwerk auf der Art Cologne Palma Mallorca
- Jetzt auch noch die Lufthansa: So ist die Streiksituation am Flughafen Mallorca zum Ende der Osterferien
- Wie versuchter Mord' und 10.000 Euro Kopfgeld: So traumatisiert sind die 'Goodbye Deutschland'-Auswanderer Steff Jerkel und Peggy Jerofke nach dem Anschlag