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Betroffenheit und Unsicherheit in Mallorca-Gemeinde Campos: Unbekannter reißt 93-Jährigen zu Boden und schlägt auf ihn ein

Schock im Südosten Mallorcas: In Campos hat ein Unbekannter einen 93-Jährigen auf offener Straße attackiert, zu Boden geschleift und ausgeraubt. Die Ermittlungen laufen.

Die Guardia Civil ermittelt in dem Fall

Die Guardia Civil ermittelt in dem Fall / Guardia Civil

Marcos Ollés

Marcos Ollés

Schock in Campos: Ein Unbekannter hat bei einem Raubüberfall auf offener Straße brutal auf einen 93-jährigen Mann eingeschlagen. In dem Ort im Südosten von Mallorca ist die Bestürzung groß.

Schläge und Tritte

Die Tat ereignete sich Informationen der Bürgermeisterin Campos, Xisca Porquer, zufolge gegen 21.15 Uhr am Freitagabend (17.4.) in der Straße Carrer des Tren. Der 93-Jährige, der im Ort sehr bekannt und beliebt ist, war den Angaben zufolge gerade spazieren, als sich ihm ein jüngerer Mann näherte. Der Kriminelle, der Porquer zufolge „Schwierigkeiten hatte, sich auf Spanisch auszudrücken“, forderte ihn auf, ihm Geld zu geben, doch der Senior weigerte sich.

Der Angreifer soll darauf gewaltsam reagiert haben. Wie es heißt, riss er heftig an der Umhängetasche, die der ältere Mann über der Schulter trug. Dieser geriet ins Straucheln. Der Täter schleifte ihn zunächst mit der Tasche ein Stück über den Boden, dann blieb der Rentner wehrlos liegen. Statt von ihm abzulassen versetzte der Täter ihm daraufhin mehrere Schläge und Tritte und entwendete schließlich ein Mobiltelefon und 10 Euro Bargeld. Dann lief der Unbekannte davon.

Sanitäter versorgten das Opfer noch am Tatort und brachten ihn anschließend Gesundheitszentrum von Campos, wo seine Verletzungen behandelt wurden. Danach erstattete der Mann Anzeige bei der Guardia Civil.

"Sehr schwerwiegender Vorfall"

„Als Bürgermeisterin möchte ich meine energischste Verurteilung dieser schwerwiegenden Vorfälle zum Ausdruck bringen [...] und diesem Anwohner sowie seiner Familie in diesen so schwierigen Momenten meine ganze Unterstützung, Zuneigung und Solidarität übermitteln“, erklärte Bürgermeisterin Xisca Porquer. „Als Institution können wir Situationen wie diese weder tolerieren noch normalisieren. Wir stehen vor einem sehr schwerwiegenden Vorfall, der soziale Beunruhigung und ein Gefühl der Unsicherheit hervorruft, das wir nicht zulassen dürfen, dass es sich in unserem Ort festsetzt. Wir alle verdienen es, sicher leben zu können, und besonders unsere älteren Mitbürger verdienen es, in Ruhe, Sicherheit und Würde zu leben; es ist die Verantwortung von uns allen, dies zu gewährleisten“, fügte sie hinzu.

Die Bürgermeisterin forderte außerdem, „dass mit der ganzen Härte vorgegangen wird, die das Gesetz zulässt“. „Wenn die Gesetze nicht hart genug sind, um Situationen wie dieser zu begegnen, dann ist es notwendig, sie zu überarbeiten. Wir dürfen nicht wegsehen, während Übergriffe dieser Art geschehen“, ergänzte sie.

Außerdem brachte Porquer ihr „volles Vertrauen in die Arbeit der Guardia Civil und der Ortspolizei“ zum Ausdruck, während sie zugleich forderte, „dass alle notwendigen Mittel bereitgestellt werden, um diesen Fall mit größtmöglicher Schnelligkeit zu lösen“. „Campos ist ein ruhiger Ort, und so muss es auch bleiben. Wir werden nicht zulassen, dass Gewalt und Kriminalität das Zusammenleben oder die Lebensqualität unserer Einwohner beeinträchtigen“, schloss sie.

Zweiter Vorfall innerhalb weniger Tage

Bei der Tat in Campos handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Wenige Tage zuvor war in Can Pastilla ein 85-jähriger Deutscher von Motorrad-Gangstern hinterrücks überfallen und ausgeraubt worden. In beiden Fällen halten die Ermittlungen an. /somo

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