Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Als er versuchte, andere Badegäste zu retten: Deutscher Mallorca-Urlauber stirbt an der Cala Mendia

Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag (24.4.)

Unglücksort: Rechts liegt die Cala Anguila, links die Cala Mendia.

Unglücksort: Rechts liegt die Cala Anguila, links die Cala Mendia. / DM

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Ein laut Polizei 63 Jahre alter Deutscher ist am Freitag (24.4.) um 15 Uhr am Strand Cala Mendia in Manacor ums Leben gekommen, nachdem er versucht hatte, andere Badegäste zu retten, die im Wasser in Schwierigkeiten geraten waren. Einen entsprechenden Bericht der Online-Zeitung "Crónica Balear" bestätigte ein Sprecher der Nationalpolizei auf MZ-Anfrage.

Laut dem Polizeisprecher befanden sich eine Frau und zwei Männer im Meer. Dabei gerieten sie aufgrund der starken Strömung offenbar in Schwierigkeiten und konnten aus eigener Kraft nicht mehr an Land. Der Strand verfügt noch über keinen Rettungsschwimmerdienst. Daraufhin sprang der Deutsche ins Wasser, um ihnen zu helfen. "Crónica Balear" zufolge soll der Deutsche in der Heimat Erfahrung als Rettungsschwimmer gesammelt haben.

Die Cala Mendia im Herbst 2025.

Die Cala Mendia im Herbst 2025. / Simone Werner

Helfer geriet in Schwierigkeiten

Die anderen Personen schafften es schließlich aus eigener Kraft aus dem Wasser. Kurz darauf geriet der Helfer selbst in große Schwierigkeiten. Mehreren Personen, die laut "Crónica Balear" in der Gegend Stand-up-Paddling betrieben, gelang es, ihn aus dem Wasser zu holen. Augenzeugen riefen den Notruf.

Zunächst trafen Streifen der Nationalpolizei am Unglücksort ein und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Anschließend kamen Beamte der Ortspolizei von Manacor sowie Sanitäter hinzu. Rund 40 Minuten lang versuchten die Einsatzkräfte, den Mann wiederzubeleben. Schließlich verstarb er am Strand.

Tod zweier Schwestern

Die Cala Mendia ist nicht zum ersten Mal Schauplatz eines tragischen Todesfalls. In der Nacht auf den 2. September 2021 ertranken dort die Schwestern Vanessa und Hannah Arndt aus Nordrhein-Westfalen,  als sie bei hohem Wellengang in der Bucht von Cala Mendia ins Wasser gingen.

Die beiden Schwestern waren mit einer Freundesgruppe in den Urlaub nach Mallorca geflogen und gerade erst angekommen. Sie hatten sich gegen 2 Uhr morgens an den Strand begeben. Vanessa und Hannah wurden von den Wellen erfasst und gegen die Felsen am Rand der Bucht geschleudert. Hannah starb noch in der Bucht, Vanessa konnte wiederbelebt werden, starb aber später im Krankenhaus von Son Espases in Palma.

Tracking Pixel Contents