Tod eines Deutschen an der Cala Mendia: Was derzeit über das Unglück auf Mallorca bekannt ist
Nach dem tragischen Unglück herrscht Unverständnis, warum trotz des guten Wetters und der vielen Strandbesucher keine Rettungsschwimmer im Einsatz waren

Die Cala Mendia (Archivbild). / Simone Werner
Knapp einen Tag nach dem Tod eines 63 Jahre alten Deutschen an der Cala Mendia im Osten von Mallorca am Freitagnachmittag (24.4.), kommen langsam mehr Details über den tragischen Vorfall ans Licht. Demnach handelte es sich bei den Personen, die er zu retten versuchte, um die Mitglieder einer britischen Familie. Diese war ins Meer gegangen, kam aber aufgrund der Wellen und der Strömungen nicht mehr eigenständig raus. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, war der Deutsche nicht der einzige Strandbesucher, der sich ins tobende Meer stürzte, um der Familie zu helfen.
Wie die MZ erfuhr, waren unter den Helfern auch die Rettungsschwimmer der nahegelegenen Hotels Insotel Cala Mendia und Punta Reina. Gemeinsam gelang es den Helfern, die britische Familie aus dem Wasser zu holen. Ein 19-Jähriger befand sich im kritischen Zustand und wurde ins Hospital de Llevant nach Porto Cristo gebracht.
Der Deutsche derweil erlitt im Meer einen Herz-Kreislauf-Stillstand und trieb regungslos an der Meeresoberfläche. Schließlich gelang es Paddle-Surfern, ihn an Land zu bringen. Beamte der Nationalpolizei, der Ortspolizei und die herbeigerufenen Rettungskräfte versuchten rund 40 Minuten lang, den Mann wiederzubeleben. Schließlich konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Die Nationalpolizei ermittelt, wie es zu dem Unglück kommen konnte.
Fehlende Rettungsschwimmer
Derweil werden Stimmen laut, die den Mangel an Rettungsschwimmern an der Ende April aufgrund des guten Wetters stark besuchten Bucht kritisieren. Wann diese in die Saison starten ist nicht klar. Im zuständigen Rathaus Manacor sowie bei der Firma, die die Rettungsschwimmer entsendet, war am Samstag niemand zu erreichen. Die Mitarbeiterin eines Hotels in der Gegend erklärte auf MZ-Anfrage, in den vergangenen Jahren seien die Rettungsschwimmer immer im Mai in die Saison gestartet.
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