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Meuterei auf hoher See: Bootsführer droht, Migrantenboot anzuzünden – Passagiere fesseln ihn

Nach 32 Stunden ohne Orientierung auf dem Meer wurden 21 Menschen vor Cabrera gerettet. Der mutmaßliche Schleuser sitzt inzwischen in Untersuchungshaft

Ein Migrantenboot vor Mallorca (Symbolbild).

Ein Migrantenboot vor Mallorca (Symbolbild). / DM

Auf einem Migrantenboot, das von Algerien kommend vor dem Archipel Cabrera aufgegriffen wurde, ist es zu einer Meuterei gekommen. Die 21 Migranten an Bord entwaffneten und fesselten den Bootsführer, nachdem dieser sie bedroht hatte. Das gab die Nationalpolizei auf Mallorca in einer Pressemitteilung bekannt.

Demnach hatten die Migranten die Überfahrt bei zwei algerischen Brüdern gebucht und dafür jeweils 1500 Euro gezahlt. Einer der beiden war der Bootsführer. Irgendwann zog der Mann am Steuer ein Messer und bedrohte die Passagiere: Wenn sie ihm nicht mehr Geld zahlten, werde er das Boot anzünden. Dies löste unter den Passagieren eine Meuterei aus. Sie entwaffneten und fesselten ihn. Der Mann warf währenddessen das GPS-Gerät ins Meer und sagte ihnen, sie würden alle sterben.

32 Stunden orientierungslos auf dem Meer

32 Stunden lang trieb das Boot ohne festen Kurs auf dem Meer bis einige der Personen auf ihren Handys wieder Empfang hatten und in Richtung Cabrera steuerten. Dort wurden sie von einem Schiff der Seenotrettung aufgegriffen. Die Nationalpolizei brachte die 21 Personen in das temporäre Aufnahmezentrum für Ausländer. Der Bootsführer wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts auf Begünstigung irregulärer Einwanderung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Nach seiner Vorführung vor den Ermittlungsrichter ordnete dieser Untersuchungshaft an.

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