Teuerstes Projekt Spaniens in der Branche: Club de Mar Palma bereitet sich auf Eröffnung vor
Im Sommer soll der exklusive Club endlich öffnen. Derzeit werden die Läden noch schick gemacht

So wird der neue Club de Mar in Palma aussehen
Stand er im vergangenen Jahr noch im Fokus, spielt der Club de Mar bei der diesjährigen Boat Show kaum eine Rolle. „Wir sind diesmal nicht dabei“, sagt Sprecherin Sandra van der Plassche der MZ. Das Superyacht Village, das 2025 im Club de Mar beheimatet war, wird diesmal gegenüber des Hotels Meliá Victoria aufgebaut. „Wir halten diesmal nur einige private Events ab“, sagt die Sprecherin. Das neue Aushängeschild im Hafen von Palma ist eben immer noch nicht ganz fertig. Ende März weihte der Club de Mar die neuen Stege ein, die den Passeig Marítim mit der Fährstation verbinden. Dort gibt es zudem einen Aussichtsbalkon.
„Von unserer Seite aus sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen“, sagt van der Plassche. „Wir warten derzeit darauf, dass die Restaurants und Lokale ihre Ausstattung fertigstellen.“ Erst dann kann der komplette Club eingeweiht werden. Angepeilt ist das im kommenden Sommer. „Wir haben schon ein Datum im Kopf, das darf ich aber noch nicht preisgeben.“
Hauptwindrichtungen geben Gebäuden den Namen
Vier Gebäude wird der neue Club umfassen. Tramuntana – das Haupthaus –, Llevant, Ponent und Migjorn heißen sie – so wie die vier Hauptwindrichtungen auf der Insel. In Llevant und Ponent werden Geschäfte untergebracht sein, in denen Produkte rund um den Wassersport- und Nautikbereich angeboten werden. Im Gebäude Tramuntana werden die Büros untergebracht, ein Fitnessstudio, Spa, Restaurant und ein Sonderbereich für die Inhaber eines Ankerplatzes.
Diese sind derzeit restlos ausverkauft. 543 Plätze stellt der neue Club de Mar. Früher waren es mal 575, einige wurden aber vergrößert, damit auch sehr große Schiffe hier ein Zuhause finden können. Bis zu 170 Meter kann ein Schiff maximal lang sein, um im Club anlegen zu können. 92 Millionen Euro kostete die Renovierung der Einrichtung, was zugleich das teuerste Projekt in der Branche in Spanien darstellt.
Zuletzt schrieb der Club de Mar nicht nur positive Schlagzeilen. Viele der rund 200 Liegeplatzbesitzer sind verärgert, dass die Hafenbehörde ihnen neue Bedingungen auferlegt hat. Vor allem deutsche Investoren beklagten gegenüber der MZ, dass sie mit den neuen Konditionen ihre Liegeplätze nicht mehr vermieten, aber auch nicht zu Marktpreisen verkaufen dürfen. Dem Club de Mar werfen die Mitglieder Untätigkeit vor. Eine mögliche Klage soll sich aber direkt gegen die Hafenbehörde richten, um dem Club nicht zu schädigen.
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