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Geisterfahrer auf der Flughafenautobahn: Guardia Civil ermittelt gegen Mallorca-Residenten

Die Guardia Civil identifizierte dank Überwachungskameras und Zeugenhinweisen einen 56-jährigen Mann, der als Falschfahrer auf der Autobahn Ma-19 unterwegs war

Knappes Ausweichmanöver: So war der Geisterfahrer auf Mallorcas Flughafenautobahn unterwegs

Knappes Ausweichmanöver: So war der Geisterfahrer auf Mallorcas Flughafenautobahn unterwegs / Guardia Civil

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Die Guardia Civil hat Ermittlungen gegen einen 56-jährigen Mallorca-Residenten aufgenommen, dem vorgeworfen wird, auf der Flughafenautobahn als Geisterfahrer unterwegs gewesen zu sein. Das teilte die Polizeieinheit am Mittwoch (6.5.) mit. Demnach handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Skandinavier.

Der Vorfall ereignete sich laut Guardia Civil am 25. April gegen 14.10 Uhr. Der Mann war mit einem Renault Scenic auf der Autobahn Ma-19 zwischen der Flughafenausfahrt und Es Coll d’en Rabassa auf der falschen Fahrbahn unterwegs. Bei der Verkehrsleitzentrale gingen mehrere Anrufe von Autofahrern ein, die vor der gefährlichen Situation warnten. Aufgrund dieser Hinweise leiteten die Beamten Ermittlungen ein und konnten ein Video des Vorfalls sichern. Darauf ist zu sehen, wie der Fahrer andere Verkehrsteilnehmer erheblich gefährdete.

Die Gefahr wurde nach Angaben der Guardia Civil durch das hohe Verkehrsaufkommen zu dieser Uhrzeit zusätzlich verschärft. Mehrere Autofahrer mussten demnach waghalsige Ausweichmanöver durchführen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Die Beamten analysierten das Video sowie einzelne Bildsequenzen. Durch den Abgleich mit Überwachungskameras der spanischen Verkehrsbehörde DGT und weiteren Geräten in der Umgebung konnten die Beamten das Kennzeichen ermitteln und den Fahrer eindeutig identifizieren.

Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren möglich

Rücksichtsloses Fahren unter offensichtliche Gefährdung anderer kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zwei Jahren sowie dem Entzug der Fahrerlaubnis für einen Zeitraum von einem bis sechs Jahren geahndet werden. Die Ermittlungsunterlagen wurden bereits an die zuständige Justizbehörde übergeben.

Die Guardia Civil weist darauf hin, dass Hinweise von Verkehrsteilnehmern entscheidend sein können, um solche Vorfälle aufzuklären und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

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