Details zum geplanten Stadtpark an der Playa de Palma: Was von den Anlagen des Kult-Minigolfplatzes bleiben darf
auptgebäude, Höhlen, Greens und Wege des Dino Golf sollen verschwinden. Stattdessen ist an der Playa de Palma ein großer renaturierter Stadtpark mit barrierefreien Wegen und neuen Aufenthaltsbereichen geplant. Nur einer darf bleiben

Die Dino-Minigolf-Anlage wird es bald nicht mehr geben / Guillem Bosch
Neue Details um den geplanten neuen Stadtpark an der Playa de Palma: Die Anlagen der beliebten Kult-Minigolfanlage Dino Golf, die sich derzeit auf dem Gelände befindet, sollen vollständig abgerissen werden. Das geht aus der Projektbeschreibung des Rathauses hervor. Nur eine kleine Ausnahme ist geplant
Verkehrsberuhigung in der Umgebung
Die Arbeiten, deren Beginn für das letzte Quartal dieses Jahres vorgesehen ist, werden zwei Jahre andauern eine Ausführungsfrist von 24 Monaten haben. In dieser Zeit sollen die Hauptgebäude, Höhlen, Greens, Wege, Terrassen, feste Beläge, Pergolen und die übrigen Strukturen, die mit dem ehemaligen Minigolf verbunden sind, weichen. Stattdessen werden die Flächen vollständig freigeräumt, um eine einzige große grüne Einheit in die Umgebung zu integrieren.
Eine der bedeutendsten städtebaulichen Veränderungen wird die Verkehrsberuhigung der Straßen Carrer Perla und Carrer Trobadors zwischen dem Carrer s’Arenal und Carrer Llaüt sein. Im Fall des Carrer Perla wird außerdem eine Fahrradroute mit Vorrang für Fußgänger eingerichtet, die an das bereits bestehende Radwegenetz angeschlossen wird. Allerdings müssen diese Änderungen - anders als die Schaffung des Parks an sich - noch dem Stadtratsplenum zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden.
Wenn alles durchkommt, wird der künftige Park seine Verbindung mit dem bereits bestehenden Parc del Llaüt durch einen neuen breiten, barrierefreien und direkten Fußgängerzugang stärken. Die Grundidee besteht darin, beide Bereiche miteinander zu verknüpfen und eine große landschaftliche und funktionale Kontinuität zwischen öffentlichen Freiflächen in einem heute fragmentierten Umfeld zu schaffen, heißt es in der Projektbeschreibung.
Viel Schatten und ein alter Bekannter

Vom jetztigen Minigolfplatz wird fast nichts übrigbleiben / Guillem Bosch
Der Vorschlag beinhaltet außerdem eine symbolische Komponente, die mit der Erinnerung an den Ort verbunden ist: Die Stadtverwaltung wird einen der bestehenden Dinosaurier erhalten, und zwar denjenigen, der sich im besten Zustand befindet, und in der Spielzone einen weiteren neuen hinzufügen. Dieses neue Element wird als große Eidechse der Gattung Podarcis neu interpretiert, als Anspielung auf die mediterrane Landschaft und auf die Erinnerung mehrerer Generationen von Anwohnern, die auf diesem Gelände gespielt haben. Daraus wird auch der sogenannte „Eidechsenpark“ entstehen, mit Mikrohabitaten, Baumstämmen, Unterschlüpfen und erklärender Beschilderung, um die Nutzer mit der lokalen Biodiversität zu verbinden.
Die Renaturierung wird umfassend sein. Der Park wird in verschiedene Pflanzenbereiche gegliedert, von einem Küstendünensystem mit Arten, die an salzhaltigen Wind und sandige Böden angepasst sind, bis hin zu Bereichen mit mediterraner Buschlandschaft, strukturierenden Hecken, Pflanzendecken, Feuchtzonen und intensiver gestalteten Gartenbereichen in den Zonen sozialer Nutzung. All dies wird auf einheimischen Pflanzenarten mit geringem Wasserbedarf, wasserdurchlässigen Flächen und Systemen zur Nutzung von Regenwasser oder aufbereitetem Wasser für die Bewässerung basieren, so der Plan.
Das Projekt sieht außerdem neue inklusive Kinderspielbereiche, eine Zone für körperliche Aktivität im Freien für verschiedene Altersgruppen sowie neue Pergolen in den Bereichen mit der höchsten Nutzerkonzentration vor, insbesondere bei Spiel, Sport und Aufenthalt. Obwohl der Park bestehenden Baumbestand erhalten und viel natürlichen Schatten hinzugewinnen wird, halten die Planer es für notwendig, einige konkrete Bereiche zu überdachen, um den Komfort zu verbessern.
Auf technischer Ebene wurden die Fußwege nach den Kriterien der universellen Barrierefreiheit geplant, mit durchgehenden, hindernisfreien Wegen, Mindestbreiten von 1,80 Metern, ausreichender lichter Höhe und angepassten Steigungen.
Kontroverse um das Schließungsdatum
Unklar ist noch, wann genau die beliebte Minigolfanlage endültig schließen muss. Der Betreiber des beliebten Dino Golf, die Firma AMrum Beach Club S.L., hatten vergangene Woche beantragt, die Anlage in diesem Sommer weiter öffnen zu dürfen. Die Stadtverwaltung von Palma ist jedoch der Ansicht, dass die Konzession des Dino Golf abgelaufen ist, und erwartet, dass sowohl der Minigolfplatz als auch das Lokal Amrum Beach in „Wochen“ schließen, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet.
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