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Ehemaliges Kloster darf nicht zu Luxus-Wohnanlage werden: Anwohner von Son Macià auf Mallorca machen ihrem Ärger Luft

Rund hundert Anwohner von Son Macià haben für den Erhalt des ehemaligen Nonnenklosters Ca ses Monges demonstriert. Sie fordern vom Rathaus Manacor konkrete Schritte statt weiterer Versprechen

Rund hundert Menschen protestierten am Samstag (6.6.) vor dem alten Nonnenkloster

Rund hundert Menschen protestierten am Samstag (6.6.) vor dem alten Nonnenkloster / Sebastià Sansó

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Rund hundert Anwohner aus dem Dorf Son Macià im Osten von Mallorca haben am Samstag (6.6.) demonstriert, um das Rathaus von Manacor und den Inselrat dazu zu bewegen, sich des ehemaligen Nonnenklosters mitten im Ort anzunehmen.

"Jetzt braucht es Taten"

Müde von Versprechungen und Erklärungen guter Absichten kritisieren sie, dass das Rathaus von Manacor ihnen seit zwei Jahren versichert, der Erwerb der Immobilie sei im Gange. In dem alten Klostergebäude könne ein Tageszentrum für Senioren entstehen. Trotz der Absichten seien aber keine Handlungen erfolgt, um den Kauf des Gebäudes einzuleiten. „Das Dorf hat Geduld gehabt, aber jetzt reicht es nicht mehr, von politischem Willen zu sprechen. Jetzt braucht es Taten“, sagte die Vorsitzende des Nachbarschaftsvereins, Bel Maria Pasqual.

Bei einem lautstarken Protest mit Kochtöpfen, Pfiffen, Tamburinen und Trommeln machten die Anwohner ihre Forderungen und ihre Besorgnis deutlich. Das Ca ses Monges, das dem Orden der Barmherzigen Schwestern gehört, sei Teil des kollektiven Gedächtnisses des Dorfes, da es vor rund hundert Jahren die Familien von Son Macià waren, die den Ordensschwestern die Grundstücke überließen und beim Bau des Gebäudes halfen - damals unter der Prämisse, dass diese für wohltätige Zwecke eingesetzt werden.

Jahrzehntelang war genau dies der Fall. Die Nonnen kümmerten sich um Kranke und Senioren, betrieben auch einen Kindergarten. Vor zehn Jahren allerdings verließen sie das Dorf. Seitdem stehen die Räumlichkeiten leer.

Sechs Reihenhäuser mit Pool

Die größte Sorge der Anwohner ist es, dass die Grundstücke nun privat verkauft werden könnten. Tatsächlich war auf einem Immobilienportal zwischenzeitlich eine Anzeige geschaltet, die damit warb, auf dem Grundstück sechs Reihenhäuser mit Pools errichten zu können. „Es besteht die reale Gefahr, einen der wenigen zentral gelegenen Orte des Dorfes zu verlieren, der geeignet ist, öffentliche Einrichtungen und gemeinschaftliche Zukunftsprojekte aufzunehmen", so die Bürgerplattform.

Deshalb fordern sie vom Gemeinderat, zügig die notwendigen Schritte einzuleiten, um die derzeitige Wohnbaunutzung dieses Areals in eine sozial- und gesundheitsbezogene Nutzung umzuwandeln. Außerdem verlangen die Anwohner einen "klaren, öffentlichen und überprüfbaren Zeitplan“.

Bereits im Dezember 2024 hatten die Anwohner einen ähnlichen Protest durchgeführt und sich anschließend mit dem Inselratspräsidenten Llorenç Galmés getroffen, um mehr Tempo zu fordern. „Der Inselrat hat zugesagt zu helfen, aber es muss das Rathaus von Manacor sein, das den Kauf vornimmt“, so Pasqual.

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