Tragödie auf Mallorca: Zwei Menschen sterben bei Wohnhausbrand in der Urlauberhochburg Magaluf
Wohnhausbrand in Magaluf fordert Todesopfer und zahlreiche Verletzte, Ursachenermittlung läuft

Redaktion DM
Zwei Menschen sind in der Nacht auf Donnerstag (11.6.) bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Urlauberhochburg Magaluf ums Leben gekommen. 24 weitere Personen wurden verletzt, darunter acht Feuerwehrleute.
Das Feuer begann um 5.23 Uhr in einem der Apartments im dritten Stock des Gebäudes Trianon II an der Hausnummer 18 der Straße Martín Ros García. Die Bewohner der Wohnung bemerkten den Brand und versuchten, die Flammen selbst zu löschen. Nach Angaben von Rettungskräften war das Feuer jedoch „sehr heftig“, sodass ihnen dies nicht gelang. Der Rauch breitete sich rasch im gesamten Gebäude aus. Mehrere Nachbarn liefen eilig auf die Straße, während andere in ihren Wohnungen blieben.
Zum Einsatzort rückten zahlreiche Einheiten der Bombers de Mallorca aus den Wachen Calvià und Llucmajor sowie Krankenwagen, Patrouillen der Guardia Civil und der Ortspolizei aus. Die Rettungskräfte bestätigten den Tod von zwei Menschen, die offenbar eine Rauchvergiftung erlitten, als sie versuchten, vor dem Feuer zu fliehen. Außerdem wurden vier weitere Personen in die Krankenhäuser Son Espases und Son Llàtzer gebracht. Eine von ihnen befindet sich wegen erlittener Verbrennungen in schwerem Zustand. Der Rettungsdienst 061 behandelte zudem mehrere Betroffene wegen Rauchvergiftungen.
Brand um 6.45 Uhr gelöscht
Die Feuerwehr rettete zwölf Menschen aus dem Inneren des Gebäudes und wies die übrigen an, in ihren Wohnungen zu bleiben, da diese sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte in sicheren Bereichen und außer Gefahr befanden. Um 6.45 Uhr war der Brand gelöscht. Die Feuerwehr arbeitet nun daran, den Rauch aus dem Gebäude zu lüften.

Der vom Brand verwüstete Wohnblock in Magaluf. / J.L. Iglesias
Die Guardia Civil hat die Ermittlungen übernommen, um die Ursachen des Brandes zu klären. Die Beamten warten darauf, das Gebäude betreten zu können, um eine Spurensicherung vorzunehmen sowie Beweise und Zeugenaussagen zu sammeln.
Die Gemeinde Calvià hält gemeinsam mit der Abteilung für Soziales psychologische Betreuung und materielle Hilfe für alle evakuierten Nachbarn sowie die Angehörigen der Opfer bereit. Der Bürgermeister von Calvià, Juan Antonio Amengual, der zum Einsatzort gekommen war, sprach sein Beileid aus und erklärte, man arbeite an der Betreuung der Opfer: „Wir sind bestürzt und sehr traurig“, sagte er.
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