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Es ging nicht ums Geld: Rathaus Palma verbietet Rettungsschwimmern auf Mallorca den Streik

Die Strandaufpasser müssen mit der vollen Belegschaft den Dienst antreten

Die Rettungsschwimmer haben in den vergangenen Jahren immer wieder mal demonstriert.

Die Rettungsschwimmer haben in den vergangenen Jahren immer wieder mal demonstriert. / B. Ramon

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Das Rathaus Palma hat den für die kommende Woche auf Mallorca angesetzten Streik der Rettungsschwimmer eigenhändig abgesagt. Die Stadt veröffentlichte am Donnerstag (18.6.) im Amtsblatt, dass die Strandaufpasser eine Mindestleistung von 100 Prozent erbringen müssen - sprich komplett arbeiten. Die Socorristas sind wenig erfreut.

Der Streik war für den Dienstag (23.6.) und Mittwoch angesetzt, also auch zur Johannisnacht, dem Tag mit den wohl meisten Strandbesuchern auf Mallorca. Am Abend, wenn die Leute sich am Strand versammeln, werden die Rettungsschwimmer zwar Feierabend haben. Dafür müssen sie planmäßig von 10 bis 19 Uhr arbeiten.

Konkret bezeichnet die Stadt Palma es als Mindestleistung, dass sechs Rettungsschwimmer in Cala Major, sechs an Can Pere Antoni, fünf in Ciutat Jardí, vier in Cala Estància, zwei in Portixol und 18 an der Playa de Palma arbeiten müssen.

Darum geht es bei dem Arbeitskampf

Die Rettungsschwimmer befinden sich auf Mallorca seit Jahren im Arbeitskampf. Bereits vor ein paar Wochen gab es eine Kundgebung vor dem Rathaus. Die Arbeiter unterstreichen, dass es ihnen nicht ums Geld gehe, sondern um die Sicherheit am Strand und die Dienstleistungen für alle Strandbesucher.

So fehle es an Toiletten, Erste-Hilfe-Angeboten und Strandzugängen für Rollstuhlfahrer. Die Gewerkschaft der Rettungsschwimmer hatten den Streik seit Monaten geplant.

Nicht nur Palmas Rettungsschwimmer stecken im Arbeitskampf. Auch die Kollegen im Norden Mallorcas und in Calvià rufen regelmäßig zum Streik auf. Dabei geht es in der Regel um veraltete Arbeitsmittel, zu kurze Arbeitszeiten und eine zu kleine Belegschaft. Die Rettungsschwimmer weisen darauf hin, dass ein Arbeitstag bis 19 Uhr nicht ausreicht, da in den Stunden danach im Sommer auf Mallorca der Strand noch voller Besucher ist.

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