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Gemeinde auf Mallorca ruft Bürger dazu auf, dringend Wasser zu sparen

Verbrauchsspitzen von fast 70.000 Litern Wasser pro Stunde in Algaida gemessen. Das Rathaus bittet die Bürger nun um Mithilfe

Achtung, Keime: Stand das Wasser länger als drei bis sieben Tage still, sollte man Kalt- und Warmwasser mindestens fünf Minuten laufenlassen.

Achtung, Keime: Stand das Wasser länger als drei bis sieben Tage still, sollte man Kalt- und Warmwasser mindestens fünf Minuten laufenlassen. / Felix Kästle/dpa/dpa-tmn

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Zum Sommerbeginn mehren sich auf Mallorca wieder die Aufrufe, Wasser zu sparen. Von den sinkenden Grundwasservorkommen betroffen sind unter anderem Gemeinden im Inselinneren. So hat jetzt das Rathaus von Algaida an die Verantwortung der Anwohner appeliert. „Jeder Liter, den wir heute sparen, hilft, das Wasser von morgen zu sichern“, heißt es in einer von Bürgermeisterin Margalida Fulla unterzeichneten Mitteilung. Nur durch umsichtigen Verbrauch könnten Versorgungsprobleme in den kommenden Wochen vermieden werden.

Die Gemeinde bittet die Bürger deshalb, keine Pools zu befüllen, Gärten nicht übermäßig zu bewässern, Fahrzeuge nicht mit Trinkwasser zu waschen und alle weiteren Nutzungen vermeiden, die sich verschieben lassen oder nicht nötig sind.

Bald könnten es eine Million Liter Wasser sein

Nach Angaben des Rathauses wurden punktuell Verbräuche von bis zu 69.800 Litern Wasser in nur einer Stunde gemessen. Hielte diese Nachfrage an, entspräche das fast einer Million Liter an einem einzigen Tag. Die höchsten Werte registrierte die Gemeinde vor allem am Nachmittag und in der Nacht.

Algaida und die zu der Gemeinde gehörenden Ort Pina und Randa hängen ausschließlich vom Wasser aus den gemeindeeigenen Brunnen und den unterirdischen Grundwasserleitern ab. Eine andere eigene Versorgungsquelle hat Algaida nicht.

Gemeinde warnt vor sinkenden Brunnenpegeln

Das Rathaus weist darauf hin, dass der Druck auf diese Wasserreserven direkte Folgen für die Versorgung haben kann. Wird mehr Wasser entnommen, als die Grundwasserleiter auf natürliche Weise wieder aufnehmen können, sinkt der Pegel der Brunnen. Dauert diese Lage an oder verschärft sie sich, steigt nach Angaben der Gemeinde das Risiko von Versorgungsproblemen. Das gilt besonders in einer Phase, in der die Nachfrage wie jetzt bei Hitzewellen zunimmt.

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