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Palma kämpft mit 40-Grad-Hitze: Urlauber und Einheimische suchen Schatten und Wasser

Die Wetter-Alarmstufe Orange wurde für Mallorca ausgerufen, da heiße Luftmassen aus der Sahara die Temperaturen auf über 40 Grad treiben

Hitze und noch mehr Hitze am Sonntagmittag (21.6.) in Palma.

Hitze und noch mehr Hitze am Sonntagmittag (21.6.) in Palma. / Guillem Bosch

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Der Sommer hat auf Mallorca in diesem Jahr mit voller Wucht begonnen. Die erste Hitzewelle des Jahres ließ am Sonntag (21.6.) eine ganze Stadt nach Schatten, Wasser und Abkühlung lechzen. Im Zentrum von Palma zogen Urlauber und Einheimische durch die Straßen, immer auf der Flucht vor der Sonne, während sich an den meisten Stränden die Badegäste drängten, um bei Temperaturen, die in der Innenstadt die 40-Grad-Marke überschritten, wenigstens kurz Erleichterung zu finden.

Nur Schirme halfen noch gegen die direkte Sonneneinstrahlung.

Nur Schirme halfen noch gegen die direkte Sonneneinstrahlung. / Guillem Bosch

Zwei Kreuzfahrtschiffe lagen im Hafen von Palma und spülten zusätzlich zahlreiche Urlauber ins Stadtzentrum, wo sie von der drückenden Hitze förmlich überrollt wurden. In Einkaufsstraßen wie Sant Miquel oder Oms eilten die Besucher von einem Schatten zum nächsten und suchten nicht selten Zuflucht in klimatisierten Geschäften oder Cafés.

Fontänen im Parc de ses Estacions waren abgeschaltet

Auch die Bewohner blieben von der Hitze nicht verschont. „Ich bin nur fünf Minuten rausgegangen, um schnell etwas zu erledigen, und schon bin ich völlig verschwitzt“, sagte eine Frau, während sie nach einem geschützten Platz Ausschau hielt.

Im Parc de Ses Estacions, einem der üblichen Treffpunkte an besonders heißen Tagen, suchten Gruppen Schutz unter den Bäumen. Die Wasserfontänen jedoch, die sonst gerade für Kinder eine Attraktion sind, blieben abgeschaltet. „Heute hätten wir sie wirklich gebraucht“, meinte eine Familie bei einem Spaziergang. „Wir wussten, dass es heiß werden würde, aber mit solchen Temperaturen haben wir nicht gerechnet“, fügte die Mutter hinzu.

Die Trinkbrunnen in der Stadt waren beliebte Anlaufstellen.

Die Trinkbrunnen in der Stadt waren beliebte Anlaufstellen. / Guillem Bosch

Viele Geschäfte geschlossen

Je weiter der Tag fortschritt, desto mehr wurden kalte Wasserflaschen und Eis zu ständigen Begleitern derjenigen, die im Zentrum unterwegs waren. Auch Fächer tauchten wieder auf Plätzen und in Geschäftsstraßen auf.

Der wichtigste Zufluchtsort waren klimatisierte Räume wie das sonntags geöffnete Kaufhaus El Corte Inglés an der Jaume III, gerade weil die meisten Einkaufszentren und großen Geschäfte wegen des Sonntags geschlossen waren. Wer es sich leisten konnte, flüchtete ans Meer. Strände wie Portitxol oder die Playa de Palma füllten sich schon am Vormittag mit Anwohnern und Urlaubern, die mit einem Sprung ins Wasser gegen die Hitze ankämpften.

Warnstufe Orange

Am Vormittag wurden in Palma laut Aemet Temperaturen zwischen 33 und 34 Grad gemessen, doch Thermometer in der prallen Sonne zeigten auf der Straße bereits mehr als 40 Grad.

Im Inselinneren wurden bis zu 36 Grad erwartet, in der Serra de Tramuntana sogar bis zu 38 Grad. Verantwortlich für diese Lage sind trockene und sehr heiße Luftmassen aus der Sahara, die die Wetter-Alarmstufe Orange für die Inseln gebracht hat.

So lässt es sich ebenfalls aushalten.

So lässt es sich ebenfalls aushalten. / Guillem Bosch

Deutscher bricht an der Plaça Major zusammen

Bereits am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr erlitt ein deutscher Urlauber während eines Spaziergangs mit seiner Familie durch das Zentrum von Palma einen Hitzschlag. Der Mann brach auf der Plaça Major zusammen, verlor das Bewusstsein und wurde rasch von der Ortspolizei versorgt.

Die Behörden raten dazu, längere Aufenthalte in der Sonne während der Mittagsstunden zu vermeiden, regelmäßig zu trinken und besonders auf Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke zu achten. Grundlegende Empfehlungen für einen Tag, an dem zumindest in manchen Teilen Mallorcas, etwa in Palma, der Schatten zum kostbarsten Gut geworden war.

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