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Rettungsschwimmer waren noch nicht im Einsatz: 83-jähriger Schweizer ertrinkt in Peguera

Als der Strandaufpasser zur Arbeit kam, trieb der Rentner bereits leblos im Wasser

Der Schweizer war offenbar alleine am Strand.

Der Schweizer war offenbar alleine am Strand. / Rettungsschwimmer Calvià

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Ralf Petzold

Ralf Petzold

Ein 83-jähriger Schweizer ist am Freitagmorgen (26.6.) beim Baden in Peguera ertrunken. Das bestätigte ein Sprecher der Rettungsschwimmer der Gemeinde Calvià der MZ, der einmal mehr fordert, die Arbeitszeiten der Belegschaft auszuweiten.

Zu dem Todesfall kam es am Tora-Strand in Peguera. Die Rettungsschwimmer dort treten um 10 Uhr ihren Dienst an. "Als der Kollege kam, sah er direkt den Mann leblos im Wasser treiben", sagte der Sprecher. Der socorrista brachte den Schweizer an Land und startete mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

Der Notarzt übernahm später, erklärte den Mann nach einer knappen Stunde aber für tot. "Er war wohl alleine am Strand, denn am ganzen Morgen kam niemand, um sich nach ihm zu erkundigen", sagte der Sprecher. Wie es genau zu dem Ertrinken kam, ist nicht bekannt. Möglich ist, dass der Rentner sich unwohl fühlte und beim Schwimmen das Bewusstsein verlor.

Immer wieder Streiks und Beschwerden in den vergangenen Jahren

Mallorcas Rettungsschwimmer klagen seit Jahren, dass die Arbeitszeiten verlängert werden müssen - sowohl am Morgen als auch am Abend. Zuletzt verbot die Stadt Palma den Strandaufpassern zur Johannisnacht einen Streik. Die Rettungsschwimmer von Calvià bezeichneten die Lage erst vor zwei Wochen als "untragbar".

Einerseits seien in den vergangenen zwölf Monaten nun vier Personen außerhalb der Arbeitszeiten der socorristas an den Stränden der Gemeinde ertrunken. Andererseits gebe es kaum Zugänge für Rollstuhlfahrer zum Strand. Menschen mit Rollstühlen oder Rollatoren müssten ihre Hilfsmittel „buchstäblich durch den Sand ziehen“, um ans Meer zu gelangen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Auch bei der Ausstattung der Rettungskräfte gebe es Defizite. Rund 50 Prozent der Rettungsschwimmer verfügten demnach noch immer nicht über geeignete Kommunikationssysteme und seien gezwungen, „ihre privaten Mobiltelefone zu benutzen“, um Notfälle zu koordinieren und operative Unterstützung anzufordern.

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