Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

„Eine Gefahr für jeden, der ihm über den Weg läuft“: Der Sohn der Drogenbaronin "La Paca" muss in Haft

Innerhalb eines Monats tauchte er zweimal bewaffnet im Krankenhaus auf. Ihm werden ebenfalls Körperverletzung unter Einsatz einer Waffe und schwere Drohungen zur Last gelegt

Ico, blutüberströmt und mit einer Pistole in der Hand, in Son Llàtzer.

Ico, blutüberströmt und mit einer Pistole in der Hand, in Son Llàtzer. / DM

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google
Marcos Ollés

Marcos Ollés

Die Richterin hält „El Ico“, den Sohn der ehemaligen Drogenbaronin "La Paca", für „eine Gefahr für jeden, der ihm über den Weg läuft“. Das geht aus dem Haftbeschluss hervor, mit dem seine Einweisung ins Gefängnis angeordnet wurde. Francisco Tomás Fernández Cortés wird vorgeworfen, im Drogendorf Son Banya einen Mann mit einem Messer angegriffen zu haben. Zudem soll er innerhalb eines Monats in drei weitere schwere Vorfälle verwickelt gewesen sein. Als Grund nennt die Richterin seinen „ständigen und unkontrollierten Drogenkonsum“.

Wollte seine Mutter beschützen

Die jüngste Festnahme, die nun zu seiner Inhaftierung führte, ereignete sich am vergangenen Sonntag (5.7.). Cortés soll in der Drogensiedlung Son Banya zwei Menschen angegriffen haben. Nach eigenen Angaben war er gemeinsam mit seiner Mutter dorthin gefahren, um Drogen zu kaufen – obwohl gegen ihn eine einstweilige Verfügung gilt, die ihm verbietet, sich dem Drogendorf zu nähern.

Francisco Tomás Fernández Cortés werden Körperverletzung mit Waffeneinsatz, schwere Drohungen sowie der Bruch einer gerichtlichen Schutzmaßnahme vorgeworfen.

Bei seiner Aussage vor der Bereitschaftsrichterin erklärte "El Ico", der andere Mann habe zuerst „La Paca“ angegriffen. „Das Erste, was er getan hat, war, sie zu schubsen und ihr eine Ohrfeige zu geben. Ich wollte meine Mutter verteidigen“, sagte er. Seiner Darstellung zufolge hatte er kein Messer bei sich, sondern griff die beiden mit „einem Stock an, der ein bisschen scharf war“. Die Anhörung vor der Richterin war kurz, da er aufgrund der Entzugserscheinungen den Saal so schnell wie möglich verlassen wollte.

El Ico wurde von Beamten der Nationalpolizei zum Gericht gebracht.

Bei eine rvergangenen Festnahme: El Ico wird von Beamten der Nationalpolizei zum Gericht gebracht. / Manu Mielniezuk

Nach Angaben der Anzeigeerstatter griff er sie mit einem Klappmesser an. Der Mann erklärte, der Sohn von "La Paca" habe mehrfach versucht, ihm in die Brust zu stechen, dies jedoch nicht geschafft. Schließlich habe er ihm eine Schnittverletzung am Ohr zugefügt. Die Richterin weist darauf hin, dass die Vorwürfe sogar als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft werden könnten.

Anschließend soll "El Ico" die Frau über den Boden gezogen und ihr mehrere Haarsträhnen abgeschnitten haben. Nach seiner Festnahme habe er zudem in Anwesenheit der Polizeibeamten schwere Drohungen gegen den Anzeigenerstatter ausgestoßen: „Wenn ich rauskomme, komme ramme ich euch ein Messer bis zum Griff hinein“, soll gesagt haben.

Nicht der erste Vorfall

Die Richterin erinnert in ihrem Beschluss daran, dass "El Ico" innerhalb von weniger als einem Monat in vier schwere Vorfälle verwickelt gewesen sei. Der erste ereignete sich am 9. Juni, als er blutverschmiert und mit einer Pistole bewaffnet im Krankenhaus Son Llàtzer auftauchte.

Bereits am 26. Juni soll "El Ico" versucht haben, unter Vorhalt einer Pistole einen Elektroroller in Son Banya zu stehlen. Seitdem darf er sich nicht auf weniger als einen Kilometer der Drogensiedlung nähern.

Am 1. Juli tauchte er erneut in Son Llàtzer auf, diesmal mit einem Messer. Auch für das Krankenhaus wurde daraufhin ein Annäherungsverbot verhängt.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents