Musik bis spät in die Nacht, Müll und Urin vor der Haustür: Anwohner an Palmas Stadtstrand klagen über illegale Partys
Das Rathaus von Palma teilt die Sorge der Anwohner über Lärm und Verunreinigung am Strand

Die Pergola dient tagsüber den Rettungsschwimmern für die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Nachts soll dort eine Art Disco unter freiem Himmel entstehen. / DM
Musik bis spät in die Nacht, Müll und rücksichtsloses Verhalten am Strand: Die Stadt Palma will gegen nächtliche Partys am Stadtstrand von Can Pere Antoni vorgehen, sollten sich die von Anwohnern geschilderten Vorfälle wiederholen.
Die Sprecherin des Rathauses, Mercedes Celeste, erklärte am Mittwoch (8.7.), die Stadt teile den Ärger und die Sorge der Anwohner „voll und ganz“. „Diese Stadtregierung kämpft gegen jede Form rücksichtslosem Verhaltens“, sagte sie auf Nachfrage zu den Beschwerden.
Rücksichtsloses Verhalten am Strand
Die Reaktion des Rathauses folgt auf Beschwerden von Anwohnern des Strands von Can Pere Antoni. Sie hatten berichtet, dass dort nachts Partys stattfinden, die mit lauter Musik bis in die frühen Morgenstunden, Müll und weiteren Vorfällen einhergehen. Einige Anwohner hätten Geschlechtsverkehr im öffentlichen Raum beobachtet und gesehen, wie Menschen in Hauseingänge urinierten.
Die Treffen seien früher nur vereinzelt vorgekommen, hätten sich im Sommer aber mittlerweile zu einem wöchentlichen Problem entwickelt, so die Anwohner. Der Anwalt Jaime Lamas, Sprecher einer Gruppe von rund 80 Bewohnern der Gegend, erklärte, die Betroffenen mobilisierten sich derzeit, wollten sich als Verein organisieren und bereiteten eine Anzeige beim Rathaus wegen Untätigkeit vor.
Nach Angaben der Anwohner finden die Zusammenkünfte am Strand von Can Pere Antoni auf Höhe der Nummer 4 des Passeig del Portitxol statt, gegenüber den Mühlen des Restaurants "El Amanecer". Dort werde nachts unter anderem die Pergola, die tagsüber den Rettungsschwimmern für die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität dient, als „private Diskothek“ genutzt.
Antwort vom Rathaus
Celeste verwies auf die neuen Benimmregeln, die seit vergangenem Jahr gelten und dazu dienen sollen, gegen diese Art von Verhalten vorzugehen. Die Sprecherin erinnerte zugleich daran, dass dieser Regelkatalog bei seiner Ausarbeitung auf Widerstand der linken Opposition gestoßen sei. Dabei sei es vor allem um die Regelungen zu Wohnwagen in der Stadt gegangen.
Sollten sich die Partys wiederholen, werde das Rathaus die notwendigen Maßnahmen ergreifen, kündigte Celeste an. Dann werde man einschreiten und die Personen bestrafen, die bestraft werden müssten. „Solche Verhaltensweisen haben hier keinen Platz“, sagte sie.
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