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Wohnzimmer in Schlafzimmer verwandelt und vermietet: 45.000 Euro Strafe für Wohnungseigentümer in Palma

Es ist nur ein Fall, den die Inspektoren des balearischen Wohnungsministeriums bei ihren Kontrollen im ersten Halbjahr aufgedeckt haben

Nicht nur in Palma ist die Lage auf dem Mietmarkt weiterhin angespannt.

Nicht nur in Palma ist die Lage auf dem Mietmarkt weiterhin angespannt. / Mielniezuk

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Die Balearen-Regierung hat vorgeschlagen, dass der Eigentümer einer Wohnung in Palma ein Bußgeld von 45.000 Euro zahlt, da er das Wohnzimmer in Schlafzimmer umgewandelt und gewinnbringend vermietet hat. Es ist illegal, Gemeinschaftsbereiche in Zimmer umzubauen. Eigentlich hätten in der Wohnung nur sechs Personen untergebracht werden können, tatsächlich lebten dort nach dem Umbau jedoch neun. Durch die Vermietung an mehr Mieter konnte der Eigentümer monatliche Einnahmen von mehr als 2.000 Euro erzielen.

Eigentümer setzen eher auf Zimmervermietung

Es ist nur ein Fall, den die Inspektoren des balearischen Wohnungsministeriums in den ersten sechs Monaten des Jahres aufgedeckt haben. Er zeigt auch eine Praxis, die auf Mallorca immer häufiger ist: Statt die Wohnung als Ganzes zu vermieten, setzen Eigentümer auf die zimmerweise Vermietung ihrer Immobilien. Dabei lassen sie sich allerhand einfallen, um die Vermietung noch rentabler zu machen.

Auch bei den sogenannten VPO-Wohnungen, also solchen, die staatlich gefördert sind, kam es zu zahlreichen Betrugsfällen. So verlangten die Vermieter für die Immobilien teils Preise, die deutlich über dem festgelegten Höchstpreis lagen. In anderen Fällen wurden die Wohnungen nicht als gewöhnlicher und dauerhafter Wohnsitz genutzt. Zudem stellten die Inspektoren fest, dass einige der Mieter der Sozialwohnungen die Kriterien dafür gar nicht erfüllen oder bereits eine eigene Immobilie besitzen.

Illegale Mini-Wohnungen entdeckt

Auch einige illegale Mini-Wohnungen, sogenannte infraviviendas, konnten die Inspektoren aufdecken. Oft erfüllten die Küchen oder Schlafzimmer darin nicht die vorgeschriebenen Bedingungen hinsichtlich der Beleuchtung oder Belüftung.

Hinzu kamen weitere Verstöße durch die Umwandlung von Gemeinschaftsbereichen in Schlafzimmer wie im eingangs erwähnten Fall.

Bei der balearischen Verbraucherschutzorganisation Consubal waren zuletzt zudem viele Klagen von Mietern zu unverhältnismäßigen Mieterhöhungen eingegangen. Andere wurden von den Vermietern unter Druck gesetzt, die Wohnung vor Ablauf der vereinbarten Frist zu verlassen.

Laut dem balearischen Wohnungsministerium konnte ein bedeutender Teil der Kontrollen nur dank der Zusammenarbeit mit den Bürgern durchgeführt werden. Diese hätten der Behörde festgestellte Missstände oder Vorfälle, die gegen das geltende Recht verstoßen, gemeldet.

Falls Sie in Ihrer Wohngegend auch Unregelmäßigkeiten festgestellt haben, können Sie sie unter diesem Link der zuständigen Behörde melden. /sw

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