Intensive Suche nach mehreren vermissten Migranten im Meer vor Ibiza und Formentera
13 Insassen eines Flüchtlingsboots wurden lebend aus dem Meer gerettet, während die Suche nach zwei Vermissten weiterläuft

Ein Beamter der Guardia Civil hält nach Flüchtlingsbooten Ausschau. / Archivfoto: Guardia Civil
Nuria García Macias
Die spanische Seenotrettung Salvamento Marítimo und die Guardia Civil haben im Meer vor Ibiza und Formentera einen groß angelegten Sucheinsatz gestartet, um zwei Migranten zu finden, die nach dem mutmaßlichen Untergang eines Flüchtlingsboots als vermisst gelten.
Wie Salvamento Marítimo der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Ibiza" mitteilte, begann der Einsatz am Samstag (11.7.) gegen 21.30 Uhr, als die Rettungsteams drei Personen im Wasser entdeckten. Nachdem sie in Sicherheit gebracht worden waren, fanden die Einsatzkräfte das Boot, in dem sich zehn weitere Migranten befanden. Alle stammen aus dem Maghreb.
Die 13 Überlebenden wurden anschließend zum Hafen von Ibiza gebracht. Währenddessen setzten ein in Sant Antoni stationiertes Boot der Seenotrettung und das Schiff „Duque de Ahumada“ der Guardia Civil die Suche die ganze Nacht über fort, um die beiden vermissten Personen zu finden.
Einsatz wieder aufgenommen
Der Einsatz wurde am Sonntagmorgen (12.7.) unter Beteiligung von See- und Luftfahrzeugen wieder aufgenommen. Dazu gehört auch ein Hubschrauber vom Typ Helimer 203, der das Gebiet gemeinsam mit den eingesetzten Booten absucht.
Nach derzeitigem Stand bleibt die Bilanz von Salvamento Marítimo bei 13 lebend geretteten Personen und zwei Vermissten. Unter welchen Umständen die beiden ins Meer gelangten, ist bislang nicht bekannt. Die Sucharbeiten dauern an.
Erst Ende der Woche waren acht Boote mit insgesamt 148 Menschen aus Nordafrika auf den Balearen, unter anderem in der Cala Santanyí, angekommen. Die Migranten erreichten sowohl die Küste von Mallorca als auch von Formentera.
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