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Mutmaßliche Vergewaltigung an der Playa de Palma: Staatsanwalt fordert neun Jahre Haft für Angeklagte

Drei junge Männer sollen sich 2021 an einer niederländischen Urlauberin vergangen haben. Ihnen droht zusätzlich die Zahlung einer hohen Entschädigung

Momentaufnahme der Verhandlung am Provinzgericht in Palma. Die Angeklagten waren per Videokonferenz zugeschaltet.

Momentaufnahme der Verhandlung am Provinzgericht in Palma. Die Angeklagten waren per Videokonferenz zugeschaltet. / Marcos Ollés

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Marcos Ollés

Marcos Ollés

Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca hat für drei junge Männer jeweils neun Jahre Haft gefordert, weil sie eine niederländische Urlauberin in einem Hotel an der Playa de Palma gemeinsam vergewaltigt haben sollen. Die Anklage wirft ihnen sexuellen Missbrauch vor. Zudem sollen sie der Frau insgesamt 75.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Bei einer Vorverhandlung am balearischen Oberlandesgericht kam es zwischen den beiden Seiten nicht zu einer Einigung. Die Angeklagten waren bei dem Termin per Videokonferenz zugeschaltet. Das Gericht will den Termin für den Prozess demnächst bekanntgeben.

Die mutmaßliche Tat ereignete sich Anfang August 2021. Die Angeklagten, die auf Mallorca Urlaub machten, hatten eine Gruppe junger Niederländerinnen kennengelernt. Eines Abends gingen die drei Männer mit drei Frauen aus. Anschließend tranken die sechs in dem Hotelzimmer weiter, in dem die Männer untergebracht waren.

Frau blieb unbemerkt im Badezimmer zurück

Gegen 4.30 Uhr verließen zwei der Frauen das Zimmer. Sie nahmen das Mobiltelefon ihrer Freundin mit, weil sie glaubten, diese sei bereits gegangen. Tatsächlich befand sich die Frau noch im Badezimmer.

Als sie herauskam und bemerkte, dass sie mit den drei Männern allein war, fühlte sie sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft benommen, verängstigt und orientierungslos. Zudem stand sie unter Alkoholeinfluss. Aus Angst um ihre Sicherheit kehrte sie ins Badezimmer zurück.

Einer der Angeklagten soll gewaltsam in den Raum eingedrungen sein und die Frau dort vergewaltigt haben. Anschließend hätten sich die beiden anderen Männer an dem sexuellen Übergriff beteiligt. Laut Anklage penetrierten die Beschuldigten die Frau abwechselnd gegen ihren Willen.

Opfer weiterhin in psychologischer und psychiatrischer Behandlung

Nach der Tat behandelten Ärzte die Touristin in einem Krankenhaus wegen mehrerer oberflächlicher Verletzungen. Außerdem erhielt sie vorbeugende Medikamente gegen verschiedene sexuell übertragbare Krankheiten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft leidet die Frau weiterhin unter den Folgen der Tat und befindet sich in psychologischer und psychiatrischer Behandlung.

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