Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Spektakuläre Wende beim Mietwagen im Meer: Auto wurde auf Mallorca absichtlich von der Klippe gestürzt

Das Wrack des gestohlenen Mietwagens wurde nach fünf Tagen im Meer gehoben

Mietwagen auf Mallorca landete im Meer: Hier wird das Auto an Land geholt

Ana M. Parets

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google

Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens haben am Montagvormittag (3.8.) den Wagen geborgen, der am Mittwoch (29.7.) bei Son Verí Nou an der Südküste von Mallorca über eine Klippe ins Meer gestürzt war. Die aufwendige Aktion dauerte mehrere Stunden.

Das vollständig zerstörte Mietauto war am Vorabend gestohlen worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde es vermutlich absichtlich ins Meer gelenkt. Zunächst war berichtet worden, dass der Urlauber, der den Wagen gemietet hatte, vergessen hatte, die Handbremse anzuziehen.

Keine einfache Aufgabe, diese Bergung.

Keine einfache Aufgabe, diese Bergung. / Alonso Piña

Doch nicht versehentlich abgestürzt

Der Wagen war in der Nacht zum Mittwoch von einer Klippe in die Bucht von Son Verí Nou in der Gemeinde Llucmajor gestürzt. Nachdem das Fahrzeug im Wasser entdeckt worden war, rückten die Ortspolizei von Llucmajor und die Feuerwehr von Mallorca an, um auszuschließen, dass sich noch Menschen darin befanden.

Bei der anschließenden Spurensicherung kamen die Beamten zu dem Schluss, dass der Wagen nicht versehentlich abgestürzt war. Den Spuren zufolge saß der Fahrer zunächst im Fahrzeug, beschleunigte und riss mehrere Steine aus ihrer Verankerung, die die Straße vom Abgrund trennen. Kurz bevor der Wagen in die Tiefe stürzte, soll er ausgestiegen sein. Das Auto wurde mit geöffneter Tür im Wasser gefunden.

Urlauberfamilie meldet Diebstahl

Noch am selben Morgen meldete eine Urlauberfamilie den Diebstahl des Mietwagens. Sie hatte ihn am Vorabend in S’Arenal abgestellt. Die Guardia Civil übernahm die Ermittlungen. Die Beamten vermuten, dass der Täter das Auto von der Klippe stürzte, um mögliche Spuren im Innenraum zu beseitigen.

Fünf Tage blieb das Fahrzeug in der Bucht liegen, bevor ein von der Mietwagenfirma beauftragtes Abschleppunternehmen es barg. Wegen der großen Entfernung vom oberen Rand der Klippe zur Absturzstelle gestaltete sich der Einsatz schwierig.

Endlich geschafft: Das Auto nach der Bergung.

Endlich geschafft: Das Auto nach der Bergung. / Ana M. Parets

Auto schlug mehrfach gegen die Felsen

Gegen 9 Uhr befestigten die Arbeiter das Bergungsseil an dem Wagen. Beim Hochziehen mit einem Abschleppkran schlug das Fahrzeug mehrfach gegen die Felsen. Die Mannschaft musste das Manöver wiederholen, damit der Wagen mit dem Unterboden und nicht mit dem Dach an der Klippe entlanggezogen wurde. Andernfalls drohte die Karosserie auseinanderzubrechen.

Kurz nach 11 Uhr war das Auto schließlich geborgen. In der Bucht blieben jedoch mehrere abgerissene Kunststoffteile zurück. Zudem lag ein starker Geruch nach ausgelaufenem Kraftstoff in der Luft.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents