Migranten trieben zwei Wochen auf dem Meer: 17 Menschen bei Überfahrt nach Mallorca verstorben
Auf einem Migrantenboot hat sich nach Angaben von zwei Überlebenden in den vergangenen Tagen eine Tragödie ereignet

Symbolbild: Ein Migrantenboot im Süden Mallorcas. / Björn Walther
Tragödie auf dem Mittelmeer. 17 Menschen sind offenbar bei der Überfahrt von Algerien nach Mallorca auf einem kleinen Boot ums Leben gekommen. Das berichten zwei Überlebende, die südwestlich von Mallorca gerettet wurden. Ihren Angaben zufolge war das Boot mit insgesamt 19 Menschen an Bord 15 Tage lang auf dem Meer getrieben.
Die beiden Überlebenden wurden am Dienstag (3.8.) gegen 3 Uhr rund zwölf Seemeilen südwestlich von Mallorca geborgen. Nach Angaben der Delegation der spanischen Zentralregierung auf den Balearen zeigten sie Anzeichen von Unterernährung und Dehydrierung. Sie wurden zur medizinischen Versorgung in das Landeskrankenhaus Son Espases gebracht. Die spanische Seenotrettung Salvamento Marítimo setzte einen Hubschrauber ein, um das Gebiet rund um die Unglücksstelle abzusuchen. Zudem wurden Schiffe in der Umgebung informiert.
In einem weiteren Einsatz wurden am Dienstag gegen 5.15 Uhr 15 Menschen aus einem Boot gerettet. Sie befanden sich rund 30 Seemeilen südwestlich von Ibiza. An dem Einsatz waren Salvamento Marítimo und die Guardia Civil beteiligt.
3.935 Migranten seit Jahresbeginn auf den Balearen gelandet
Seit Beginn des Jahres haben nach Angaben des spanischen Innenministeriums sowie den von der Regierungsdelegation auf den Balearen gemeldeten und von der Nachrichtenagentur Efe erfassten Einsätzen 211 Boote mit insgesamt 3.935 Migranten die Inselgruppe erreicht.
Im Jahr 2025 kamen 401 Boote mit 7.321 Menschen auf den Balearen an. Das waren 24,5 Prozent mehr Migranten und knapp 15 Prozent mehr Boote als im Jahr zuvor.
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