Gestrandete deutsche Segelyacht "Acoa" vor Mallorca mit tourismuskritischen Graffiti besprüht
Seit Anfang des Jahres liegt das Schiff nach einem Sturm vor der Küste von Son Servera

Die Segelyacht "Acoa" liegt seit Monaten vor der Küste von Son Servera. / DM
Die seit Januar an den Felsen von Port Vell in Son Servera festliegende Segelyacht „Acoa“ ist mit tourismuskritischen Parolen besprüht worden. Auf der Außenfläche des Schiffes stehen nun Schriftzüge wie „Tourist go home“, „SOS residents“ und „Mallorca per qui l’habita“ – „Mallorca für diejenigen, die hier leben“.
Vor sieben Monaten hatte das Sturmtief „Harry“ mehrere Gebiete der Balearen getroffen. Der starke Wellengang trieb die Mitte der 1980er-Jahre gebaute Luxusyacht zweier deutscher Besitzer an die Küste von Son Servera. Das rund 28 Meter lange Schiff soll mehr als eine Million Euro wert sein.

Die "Acoa" wurde mit Graffiti besprüht. / DM
Bergung kostet rund 300.000 Euro
Die Kosten für die Bergung und den anschließenden Transport zu einer Werft wurden von einem der Eigentümer auf etwa 300.000 Euro geschätzt. Die Arbeiten gestalteten sich in den vergangenen Monaten jedoch schwierig, da die Kosten die finanziellen Möglichkeiten der Besitzer übersteigen.

Biel Capó
Der Bürgermeister von Son Servera, Jaume Servera, hatte bereits im März erklärt, dass die Eigentümer für die Kosten aufkommen müssten. Ersatzweise sei die Küstenbehörde zuständig. Eine Finanzierung aus Gemeindemitteln schloss er aus.
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