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Nationalpolizei erklärt Schlagstock-Einsatz bei Massentourismus-Demo auf Mallorca: Videos sollen Angriffe auf Beamte zeigen

Die spanische Nationalpolizei legt einen vorläufigen Bericht vor, der das Vorgehen der Einsatzkräfte nach der Demonstration in Palma rechtfertigen soll

So kam es zu den Ausschreitungen: Drohnenaufnahmen von der Demo gegen den Massentourismus auf Mallorca

Nationalpolizei

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Die spanische Nationalpolizei hat einen vorläufigen Bericht zu den Auseinandersetzungen nach der Demonstration gegen die negativen Folgen des Massentourismus am 26. Juli in Palma vorgelegt. Darin begründet sie den Einsatz von Schlagstöcken mit gewaltsamen Aktionen einzelner Personen innerhalb der Menschenmenge. Der Bericht soll dem zuständigen Gericht übergeben werden.

Nach Angaben der Polizei enthält die Akte unter anderem Videoaufnahmen und Bilder der Drohneneinheit, auf denen der Verlauf der Demonstration und die späteren Zwischenfälle zu sehen sein sollen. Auf den Aufnahmen sei unter anderem eine junge Frau zu erkennen, die mit einem etwa drei Meter langen Fahnenmast auf Beamte einschlägt. Eine weitere Aufnahme zeige einen vermummten jungen Mann, der eine Wasserflasche in Richtung der Polizei wirft. Zudem seien weitere Gegenstände aus der Menge heraus geworfen worden. Ein Foto dokumentiert zwei Steine und einen Nagel, die nach Darstellung der Ermittler ebenfalls gegen Polizisten geworfen wurden.

Laut Polizei attackierten Teilnehmer der Demo die Beamten mit Steinen und Nägeln.

Laut Polizei attackierten Teilnehmer der Demo die Beamten mit Steinen und Nägeln. / Nationalpolizei

Rangeleien in Ses Voltes

Die Demonstration sollte nach der Verlesung eines Manifests in ses Voltes enden. Bis dahin war sie nach Angaben des Berichts ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei hatte dort einen mit Absperrgittern geregelten Zugang eingerichtet, um die zulässige Kapazität von 1.500 Personen nicht zu überschreiten. Nach ihrer Darstellung sollte der Zugang nicht vollständig gesperrt, sondern schrittweise ermöglicht werden, um Gedränge zu verhindern.

Die Polizei erklärt, die Organisatoren gebeten zu haben, die Demonstrierenden darüber zu informieren. Über Lautsprecher sei jedoch mitgeteilt worden, die Polizei werde niemanden passieren lassen. Anschließend habe die Menge vor den Absperrgittern diese beiseitegeschoben. Es kam zu Auseinandersetzungen mit den Beamten, die Schlagstöcke einsetzten.

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Drohnenaufnahmen sollen zeigen, wie eine kleine Gruppe von Polizisten von Kollegen aus der Menge herausgeführt wurde. Diese bahnten ihnen einen Weg bis zur Avenida Antoni Maura. Rund zehn weitere Beamte befanden sich den Angaben zufolge zwischen zwei größeren Gruppen von Demonstrierenden auf dem Weg zwischen der Stadtmauer und dem See des Parc de la Mar.

Polizeieinsatz gegen Demonstranten und Journalisten auf Mallorca.

Polizeieinsatz gegen Demonstranten und Journalisten auf Mallorca. / DM

Später versammelten sich die Polizisten an der Avinguda Antoni Maura. Die Einsatzleitung vertritt die Auffassung, dass sich unter den Demonstrierenden einzelne Personen befanden, die gewaltsam vorgingen. Bei dem Polizeieinsatz wurden fünf Beamte verletzt. Die eingesetzten Polizisten berichteten außerdem, eine Gruppe von Demonstrierenden habe ein Touristenpaar angegriffen. Als die Frau versucht habe, den Vorfall zu filmen, sei ihr das Mobiltelefon aus der Hand geschlagen worden. Die beiden Betroffenen erstatteten dem Bericht zufolge keine Anzeige.

Verletzte kündigen Sammelklage an

Der Polizeieinsatz nach der Demonstration hatte zahlreiche kritische Reaktionen ausgelöst. Nach Angaben der Vereinigungen Menys Turisme, Més Vida und Mallorca Solidària haben 25 Personen eine Sammelklage wegen mutmaßlicher Schläge durch Polizeibeamte angekündigt.

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Thomas Fitzner / Johannes Krayer / Redaktion DM

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