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Weil sie nicht mit dem Motorboot bis zum Strand vorfahren darf: Touristin lästert über Ibiza – und erntet Spott

Bei Instagram beschwerte sich die Urlauberin über die Gegebenheiten am Strand von Sant Antoni. Der Mallorquiner Àngel Aguiló nimmt ihre klassistischen und rassistischen Aussagen anschließend satirisch auseinander

Die Ibiza-Urlauberin würde gerne direkt mit dem Boot bis vor zum Sand fahren.

Die Ibiza-Urlauberin würde gerne direkt mit dem Boot bis vor zum Sand fahren. / D.I.

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Wenn man dachte, dass einen die Berichte in den sozialen Netzwerken über den Sommer auf Ibiza nicht mehr überraschen könnten, kommt jemand daher und lässt einen mit großen Augen und offenem Mund zurück. Diejenigen, die an diesem Wochenende über die sozialen Netzwerke das auf Instagram vom Profil @supersonicadbn veröffentlichte Video gesehen haben, konnten kaum glauben, dass es sich um eine echte Botschaft handelte. Die meisten dachten, es sei ein Scherz, ein ironisches Video. Erst beim Anschauen wurde ihnen zu ihrer Überraschung klar, dass dem nicht so war. Die Frau meinte es ernst.

„Ich bin gerade in San Antonio auf Ibiza vom Boot gegangen, um einzukaufen, weil ich auf dem Boot nichts mehr habe und viele Dinge kaufen musste: Vorräte, Eier, Brot und so weiter. Und das hier ist eine absolute Schande für diejenigen von uns, die ein Boot haben. Hier auf den Balearen nimmt man überhaupt keine Rücksicht auf uns. Das muss von Hinterwäldlern und Bauerntrampeln regiert werden, denn das ist nicht normal“, sagt die Urlauberin, während sie durch die Straße läuft.

Nass zurück aufs Boot

Was sie so sehr empört, ist ihrer Schilderung zufolge, dass sie nass werden muss, um wieder zum Boot zurückzukehren. „Mein Mann muss mit dem kleinen Boot kommen, um mich abzuholen, und dann muss ich mich mit eigener Kraft hochziehen“, sagt die Frau. Sie weist darauf hin, dass sie „eine ältere Person“ sei, und verstehe nicht, warum die Balearen-Regierung „nicht auf die Idee kommt, irgendeine Plattform oder etwas aus Holz aufzustellen“, damit „normale Menschen“ an Land gehen und wieder zurück aufs Boot gelangen könnten. „Nicht wie die Ziegen“, betont sie, um „zur Strandbar zu gehen, etwas zu trinken, einen Spritz, eine Piña Colada, einkaufen zu gehen, zum Chinesen oder was auch immer“.

Die Beschwerden gehen dann noch weiter, weil sie nicht weiß, wie sie zum Strand gelangen soll, und „einen Einwanderer“, einen Inder, wie sie genauer erklärt, fragen musste, wo es zum Strand hinuntergeht. „Denn hier sind überall nur Felsen“, fährt sie mit ihrer Beschwerde fort: „Ich muss mich jetzt hier hinstellen und darauf warten, dass mein Mann mit dem kleinen Boot kommt, um mich abzuholen, und wenn er dort bei den Bojen ankommt, muss er schwimmend herkommen, weil man den Motor nicht anmachen darf. Die sind wirklich so bescheuert.“ Diesen Kommentar macht sie, während sie den Strand zeigt, der voller Menschen ist, die in diesem Bereich baden und gerade dank der Bojen davor geschützt sind, von einem Motorboot überfahren zu werden.

Als wäre das noch nicht genug, macht die Frau zudem eine rassistische Bemerkung über die Menschen, die sich in diesem Moment am Strand befinden und bei denen es sich ihrer Aussage zufolge hauptsächlich um Einwanderer handelt. Sie betitelt sie mit dem Ausdruck "panchos" - ein stark abwertender Begriff für Menschen aus Lateinamerika. Wer sich das Profil der Frau auf Instagram anschaut, bemerkt schnell, dass sie politisch der sehr rechten Ecke zugerechnet werden kann. Sie postet Bilder vom Stierkampf, geht auf Meetings der rechtsextremen Partei Vox und engagierte sich zeitweise selbst in der Gruppierung.

Mallorquinischer Satiriker reagiert

Das Video der Frau begann sich über WhatsApp-Gruppen zu verbreiten. Auch dem mallorquinischen Satiriker Àngel Aguiló wurde es mehrmals zugespielt. Daraufhin nahm er eines seiner satirischen Videos dazu auf. „Ihr habt es mir 1.234 Mal geschickt“, kommentierte er in Instagram-Beitrag, sagt er in dem Beitrag, den er mit „eine Touristin, eine Freundin“ betitelte.

In dem Video kommentiert Aguiló einige der überraschendsten und beschämendsten Momente aus den Äußerungen der Touristin. „Du bist nicht in San Antonio, du bist in Sant Antoni“, stellt Aguiló gleich zu Beginn klar. Er erklärt, die Frau habe vom Boot herunterkommen müssen und sich dabei „furchtbar aufgeregt“.

Der Mallorquiner kommentiert außerdem die äußerst abschätzige Art, in der sie über die Einwanderer am Strand spricht, sowie das fehlende Bewusstsein der Frau, als sie sich darüber beschwert, mit dem Motorboot nicht in den Badebereich fahren zu dürfen: „Wenn sie dabei jemandem, der dort gerade ein Bad nimmt, das Bein abfährt … Wenn diese Frau reinfahren will, dann muss sie natürlich reinfahren dürfen“, sagt er mit einer Prise Sarkasmus.

Aguiló beendet sein Video mit einer deutlichen Einschätzung: „Ich habe viele Beweise und keinerlei Zweifel daran, dass sie das Verachtenswerteste ist, was diesen Sommer unsere Region betreten hat. Und möglicherweise auch im vergangenen und im kommenden.“

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