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Großbaustelle auf Mallorca: Die Arbeiten in Peguera gehen in die zweite Phase

Die Renovierung soll bis Mitte März 2027 abgeschlossen sein. Derzeit wird das Projekt ausgeschrieben

Die Plaça Ratoli wird umgestaltet.

Die Plaça Ratoli wird umgestaltet. / Juan Luis Iglesias

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Die Gemeinde Calvià hat den Umbau der Plaça Ratolí in Peguera ausgeschrieben. Das Projekt gehört zur zweiten Phase der Modernisierung des Bulevars und soll den Platz weitgehend in eine barrierefreie Fußgängerzone mit vollständig erneuerter Infrastruktur verwandeln. Die Kosten werden auf 696.902 Euro beziffert.

Erst im vergangenen Juli war der erste Abschnitt der Sanierung eingeweiht worden. In diese Arbeiten flossen rund 3,2 Millionen Euro. Der Bulevar de Peguera gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Gemeinde Calvià. Er durchquert den gesamten Ort auf der Trasse der früheren Landstraße von Palma nach Andratx und wurde bereits in den 1990er-Jahren teilweise zur Fußgängerzone umgestaltet. Nach Angaben des Rathauses weist der Bulevar inzwischen auf seiner gesamten Länge Mängel auf, weshalb eine „umfassende Sanierung“ notwendig sei.

Was nun umgebaut wird

In der nun ausgeschriebenen zweiten Phase konzentrieren sich die Arbeiten auf die Calle Ratolí und die Plaça Ratolí. Laut den Ausschreibungsunterlagen sind dort vor allem die Bodenbeläge schadhaft. Hinzu kommen Probleme mit der Barrierefreiheit sowie veraltete technische Anlagen.

Vorgesehen ist unter anderem, Keramik- und Asphaltbeläge, Steinplatten, kleine Mauern und Schächte zu entfernen. Auch beschädigte Sitzbänke sowie der bereits außer Betrieb befindliche Brunnen sollen abgebaut werden.

Gleichzeitig wird die Infrastruktur des Platzes komplett erneuert. Die alte Beleuchtung soll durch ein LED-System mit neuen Laternen und Leuchten ersetzt werden. Auch die bisherige Bewässerungsanlage wird ausgetauscht und künftig automatisiert.

Barrierefreier Platz ohne Höhenunterschiede

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist eine durchgehend ebene und barrierefreie Fläche. Damit sollen architektonische Hindernisse und die derzeit vorhandenen Höhenunterschiede verschwinden. Außerdem sind neue Grünflächen geplant. Dafür sollen gesiebter Mutterboden eingebracht, Unkrautvliese verlegt und zusätzliche Ziersträucher gepflanzt werden. Neue Papierkörbe sowie Sitzgelegenheiten, darunter Bänke mit Rückenlehnen und Hocker, sollen den Platz ergänzen.

Der Auftrag wird in einem offenen Verfahren vergeben. Dabei soll nach Angaben der Gemeinde nicht allein der Preis entscheiden. Vielmehr will Calvià mehrere Kriterien anwenden, um das wirtschaftlich günstigste Verhältnis von Qualität und Kosten zu ermitteln.

Eine Aufteilung der Bauarbeiten ist nicht vorgesehen. Die Gemeinde begründet dies damit, dass eine einheitliche Vergabe die Koordinierung erleichtere und eine effizientere Ausführung ermögliche. Nach Unterzeichnung des offiziellen Baubeginns hat die beauftragte Firma zehn Wochen Zeit für die Arbeiten. Spätestens am 15. März 2027 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Erste Phase kostete 3,2 Millionen Euro

Die erste Phase der Sanierung war im vergangenen Winter umgesetzt worden. Sie umfasste einen rund 300 Meter langen Abschnitt von der Calle Gavines bis zum Beginn des eigentlichen Bulevars. Neben einem neuen Straßenbelag und erneuerten Gehwegen wurden die Kanalisation und das Netz für aufbereitetes Wasser verbessert. Hinzu kamen neues Stadtmobiliar und zusätzliche Grünflächen.

Teil des Projekts ist zudem Technik für das Konzept des sogenannten intelligenten Reiseziels. Installiert wurden unter anderem Kameras und Parksensoren, die künftig eine Steuerung und Auswertung anhand von Echtzeitdaten ermöglichen sollen.

Die Kosten der ersten Phase beliefen sich auf rund 3,2 Millionen Euro. Zwei Millionen Euro stammten aus dem EU-Programm Next Generation, weitere 1,25 Millionen Euro aus Einnahmen der balearischen Touristensteuer.

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