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Schon öfter als 150 Mal festgenommen worden: Polizei schnappt Diebesbande auf Mallorca mal wieder

Und erneut sind die Diebe Stunden später auf freiem Fuß. Sie sollen Mallorca immerhin verlassen haben

Wie dreist die Diebe am Flughafen Mallorca Urlauber beklauten

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Ralf Petzold

Ralf Petzold

Es dürfte der Inbegriff einer Si­sy­phos-Arbeit sein: Die Nationalpolizei auf Mallorca hat eine Diebesbande geschnappt, die es hauptsächlich auf Urlauber abgesehen hatten. Wie aus der Pressemitteilung der Polizei vom Dienstag (25.8.) hervorgeht, kommen die drei Männer bereits auf über 150 Festnahmen.

Die Nationalpolizei bezeichnete den Einsatz als Operation Trionda. Die Beamten fassten die Diebe, als sie gerade am Hafen Palma die Insel verlassen wollten. Das Diebesgut, das sie in den Wochen zuvor eingesammelt hatten, war im Auto versteckt. Andere Wertgegenstände hatten sie bereits mit der Post aufs Festland geschickt.

Auf asiatische Urlauber abgesehen

Die kriminelle Bande ist nicht nur für ihre Diebeszüge auf Mallorca bekannt. Sie agiert in mehreren spanischen Küstenorten, vornehmlich in Katalonien. Ihr Einsatzgebiet sind dabei hauptsächlich Flughäfen. In der Pressemitteilung heißt es, die Diebe haben es in erster Linie auf asiatische Urlauber abgesehen.

Bei der Festnahme nun stellten die Beamten Objekte im Wert von mehr als 35.000 Euro sicher. Die Polizei arbeitet nun daran, die Eigentümer ausfindig zu machen und das Diebesgut zurückzugeben. Auf Mallorca soll die Bande seit dem 29. Juli aktiv gewesen sein. Besonders in der Nähe der Schalter der Mietwagenfirmen trieben sich die Männer herum. Einer der Diebe lenkte die Opfer ab, indem er etwas fragte oder mit dem Gepäck half. Hinter dem Rücken schnappte sich der Komplize dann die Wertsachen.

Schon wieder auf freiem Fuß

Die Nationalpolizei beantragte beim Untersuchungsgericht ein Annäherungsverbot für die drei Männer von Urlauberzonen. Dem wurde laut der Pressemitteilung stattgegeben. Auch die erneute Festnahme dauerte nur wenige Stunden. Die Diebe sind bereits wieder auf freiem Fuß, sollen Mallorca aber verlassen haben.

Seit Jahren wird der Justiz auf Mallorca vorgeworfen, zu lasch im Umgang mit den Taschendieben zu sein. "Es kann sein, dass die öffentliche Meinung in diese Richtung tendiert. Der Weg des Rechts ist aber nun mal ein steiniger. Als Polizei bleibt uns nur, gute Ermittlungsarbeit zu leisten und dem Richter die Beweise vorzulegen", sagte Francisco Javier Santos, Chef der Nationalpolizei an der Playa de Palma, im MZ-Interview 2024.

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