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Nach Attacke auf deutsche Urlauberin auf Mallorca: Palma prüft Verhalten des Kutschers

Die Stadtverwaltung Palma leitet ein Verfahren gegen den Kutscher ein, nachdem dieser eine deutsche Urlauberin beschimpft und mit Wasser attackiert hatte

Der Kutscher (Mitte) und die junge Urlauberin legten sich miteinander an.

Der Kutscher (Mitte) und die junge Urlauberin legten sich miteinander an. / Instagram @xeniadenise

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Enrique Casanova

Nach dem Zwischenfall mit einer deutschen Urlauberin und einem Kutscher auf Mallorca am Freitag (28.8.) hat am Samstag dann das Rathaus von Palma reagiert. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde ein Verfahren gegen den Fahrer der Pferdekutsche eingeleitet, um den Vorfall aufzuklären, bei dem die Urlauberin und der Kutscher aneinandergeraten waren.

Die Deutsche hatte den Mann aufgefordert, seinem Tier Wasser zu geben, woraufhin der Kutscher die junge Frau unter anderem als "deutsche Neonazi" beschimpfte und mit Wasser attackierte. Vonseiten des Rathauses hieß es, man werde „kein Verhalten dulden, das gegen die Pflichten und Vorgaben für Betreiber und Fahrer der Pferdekutschen in Palma verstößt".

Urlauberin soll Kutscher als "Zigeuner" bezeichnet haben

Welche Konsequenzen der Fall haben könnte, ist noch offen. Das Rathaus will zunächst die Umstände des in den sozialen Netzwerken verbreiteten Vorfalls prüfen und anschließend über mögliche Maßnahmen entscheiden.

Zu Wort gemeldet hat sich auch die Kutscher-Vereinigung La Calesa aus Palma. Nach deren Darstellung soll die junge Frau zunächst den Mann als "Zigeuner" bezeichnet haben. Außerdem habe ihr Verhalten dazu geführt, dass deutsche Urlauber auf eine geplante Kutschfahrt verzichteten. Nach Angaben der Vereinigung entstand dem Kutscher dadurch ein Verlust von 50 Euro.

Polizei kam nach einer Stunde

Die Vereinigung räumt ein, dass der Mann daraufhin Wasser auf die Frau schüttete, nachdem diese sich geweigert habe, den Ort zu verlassen. Die Polizei sei erst nach rund einer Stunde eingetroffen. Schließlich hätten Anwohnerinnen eingegriffen und die Touristin dazu gebracht, weiterzugehen.

Die Vereinigung La Calesa heißt allerdings die Reaktion des Kutschers nicht gut. In solchen Situationen müsse das Verhalten „stets professionell“ bleiben.

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