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Pool auf Mallorca mit Kot beworfen: Hat der Ekel-Trend nun die Insel erreicht?

Eine Anwohnerin aus Llucmajor teilte die Bilder in den sozialen Netzwerken

So will man den Pool nicht vorfinden.

So will man den Pool nicht vorfinden. / Facebook

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Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die "braune Herausforderung" sorgt in Spanien derzeit für Aufregung, Ekel und Verwunderung. Kinder hinterlassen dabei ihre Notdurft in öffentlichen Freibädern und filmen die Aktion, um Likes in den sozialen Netzwerken zu erhalten. Nun hat der Trend gewissermaßen Mallorca erreicht.

"Wir haben unseren Pool gefüllt mit Hundekot vorgefunden", postet eine Frau in einer Anwohnergruppe auf Facebook. "Die Exkremente waren in Toilettenpapier eingewickelt." Auch Stöcke, Wasserbomben und ein kaputter Ball landeten auf der Poolplane. Die Anwohnerin postete ein Foto der Schweinerei.

"Wir wissen nicht, wer das war oder warum. Aber es ist einfach nur ekelhaft und bedauernswert", so die Frau, die von einem Kinderstreich ausgeht. Sie hofft, dass vielleicht Augenzeugen beobachtet haben, wie die Personen den Kot auf den Pool warfen.

Großes Problem in Spanien

Obwohl die Bußgelder bis zu 20.000 Euro betragen können, plus hoher Schadensersatzforderungen und jahrelanger Hausverbote, berichten spanische Medien fast täglich über neue Fälle. Eine zentrale Erfassung der Vorfälle in den meist kommunalen Bädern gibt es nicht, aber im vergangenen Jahr sollen es rund 300 gewesen sein, in diesem Jahr bisher schon "Hunderte", wie der Sender Cadena Ser berichtete.

Es ist schwierig, die Täter auf frischer Tat zu erwischen, da sie mitunter den Kot in Plastikbeuteln ins Wasser mitnehmen und die Tüten entleeren. Den Eltern drohen Bußgelder von je 3.000 Euro und Schadensersatzforderungen der Kommune für die Reinigung und Desinfizierung des Freibads.

Andrés López, als Psychiater Koordinator für psychische Gesundheit im Gesundheitsbezirk von Osuna, erklärte in einem Interview bei Cadena Ser, hinter dieser Art von Verhalten könne ein emotionales Problem bei einer besonders schutzbedürftigen Gruppe wie Jugendlichen und jungen Erwachsenen stecken. Diese würden soziale Netzwerke benutzen, um Anerkennung zu finden oder Gefühle der Einsamkeit zu bekämpfen. López betonte, dass soziale Netzwerke bestimmte suchterzeugende Mechanismen haben, die einen Mitläufereffekt begünstigten, der dazu führt, diese Art unsozialen Verhaltens nachzuahmen.

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