Shopping in Palma: Diese Ecken machen den Unterschied
Schattig, erfrischend, erholsam, ruhig, belebt und jeder eine Welt für sich: Diese sieben Plätze in Palmas Altstadt sollte der Shopper kennen

Die Fassaden der Edificios Casasayas prägen die Plaça Mercat. / Nele Bendgens
Rund um Palmas Plätze konzentrieren sich Märkte, traditionsreiche Geschäfte, kleine Boutiquen und einige der wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt. Wer sich von der Plaça del Mercat über die Plaça Major bis zur Plaça dels Patins bewegt, entdeckt dabei ganz unterschiedliche Einkaufswelten.
Ohne Parkplatzsuche: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufsbummel
Einen Stadtbummel durch Palma beginnen wohl viele an der Plaça d’Espanya. Hier halten sich morgens die älteren Herrschaften im Schatten auf den Sitzmöglichkeiten unter den Bäumen auf. Der Platz ist aber auch der wichtigste Verkehrsknotenpunkt der Stadt, da sich hier sowohl ein Parkhaus als auch der Start-, End- und Durchgangspunkt der öffentlichen Verkehrsmittel befindet. Die Überlandbusse kommen hier an, die städtischen Busse verbinden den Platz mit Palmas Vierteln, und hier liegt die Endstation der U-Bahn, des Tren de Sollér und der öffentlichen Bahnlinien. Dementsprechend bietet die Plaça d’Espanya auch viele internationale Geschäfte, große Fast-Food-Ketten, Cafés, Restaurant und eine Touristinformation.
Etwas versteckt liegt die Iglesia de los Capuchinos, eine katholische Kirche, die im Rahmen eines Sozialprojekts morgens Essen an bedürftige Menschen verteilt. Wenige Minuten zu Fuß entfernt befinden sich der Mercat d’Olivar – bekannt für seine kulinarischen Spezialitäten. Die Plaça d’Espanya und die Plaça Major verbindet die große Einkaufsstraße Sant Miquel.

Ein Spielplatz schmückt die sogenannte Plaça dels Patins. / Nele Bendgens
Kunsthandwerk im Herzen der Altstadt
Täglich außer Mittwoch und Sonntag jeweils von 10 bis 14 Uhr öffnen die Stände des lokalen Kunsthandwerksmarktes der Plaça Major. Dort findet sich alles Mögliche von Schmuck über Kleidung bis zu handgemachten Seifen, Kerzen und Keramik. Wer auf mediterrane oder sonstige Kost steht, wird in einer der anliegenden Bars fündig.
Ein Abzweig führt auf die Vía Sindicat, eine der markantesten Einkaufsstraßen der Stadt. Da der Platz über der La Rambla liegt, ist er ein guter Aussichtspunkt, um die imposante Allee zu bestaunen. Unter dem Platz befindet sich eines der städtischen Parkhäuser.

Die beleuchtete Plaça Major bei Nacht. / Nele Bendgens
Altstadtcharme: Zwischen Kirche, Kaffee und kleinen Läden
Über den Rathausplatz gelangt man zur Plaça de Santa Eulàlia, die in den ältesten Teil Palmas führt. Die kleinen Cafés sind bei Einheimischen sehr beliebt. Der Platz mit einigen schattigen Sitzmöglichkeiten wird von einer historischen Kirche geschmückt. Der Kirchturm kann besucht werden: 6 Euro Eintritt.
Der Platz ist bekannt für kleine Läden, darunter Schmuckgeschäfte und Juweliere, sowie für eine der besten Eisdielen der Stadt.

Die Plaça de Santa Eulàlia mit lokalen Geschäften und kleinen Cafés. / Nele Bendgens
Pause zwischen Stadtmauer, Brunnen und Bars
Die Plaça de la Drassana liegt zwischen den historischen Gebäuden der Meeresfassade am schmucken Consolat de Mar, dem balearischen Regierungssitz. Daneben locken ein hochklassiges vegetarisches Restaurant sowie einfache Cafés und traditionelle Bars. Auch hier finden sich idyllische Schattenplätze am Brunnen, der von einer Statue des wohl berühmtesten mallorquinischen Seefahrers Jaume Ferrer geschmückt wird.

Die Plaça de la Drassana lädt zum Verweilen ein. / Nele Bendgens
Von moderner Kunst bis zur deutschsprachigen Gemeinde
Wenige Schritte weiter: die Plaça de la Porta de Santa Catalina mit Es Baluard, dem Museum für zeitgenössische Kunst (8 Euro Eintritt). Einen Vorgeschmack vermitteln die Skulpturen auf dem Platz und dessen ungewöhnlich gestaltete Sitzmöglichkeiten. Für Boule-Fans gibt es zwei frei nutzbare Spielfelder.
Der Name des Platzes verrät die Nähe zum belebten Szene-Viertel Santa Catalina. Zudem befinden sich hier eine Kunstgalerie, die größte öffentliche Bibliothek Palmas und das 1978 eröffnete erste vegane Restaurant der Insel. Richtung Passeig des Born kommt man an der Kirche Santa Cruz vorbei, die seit einigen Jahren auch von der deutschsprachigen katholischen Pfarrgemeinde Mallorcas genutzt wird.

Kunst vor dem Es Baluard auf der Plaça de la Porta de Santa Catalina. / Nele Bendgens
Wo Jugendstil auf Justiz trifft
Über die Prachtallee Passeig des Born führt der Weg zur belebten Plaça Mercat, an der die Edificios Casasayas und etwas weiter Richtung Stadttheater das Gran Hotel auffallen, zwei spektakuläre Jugendstilgebäude, deren Architekten von Gaudí inspiriert waren. Zur Atmosphäre tragen aber auch die vielen Cafés und eine alteingesessene Hamburguería bei. Den ernsten Gegensatz bildet das höchste Gericht der Balearen, ein umfunktioniertes historisches Herrenhaus.
Bio-Markt trifft Stadtgeschichte
Auf der Plaça del Bisbe Berenguer de Palou, von der lokalen Bevölkerung wegen des Rollschuhplatzes nur „Plaça dels Patins“ genannt und ein netter Ort zum Verschnaufen, findet dienstags und samstags von 8 bis 14 Uhr ein Bio-Markt statt. Hier verkaufen Erzeuger aus der Region Obst, Gemüse und weitere Lebensmittel direkt an die Kundschaft. Nur wenige Schritte sind es zur Einkaufstraße Carrer Oms. Ein Parkplatz ist ebenfalls vorhanden. Für Geschichtsinteressierte: Etwas versteckt sind Überreste des alten Font-de-la-Vila-Aquädukts zu sehen, der einst Palma mit Wasser versorgte.

Ein Spielplatz schmückt die sogenannte Plaça dels Patins. / Nele Bendgens
Wo lasse ich das Auto stehen?
Wer mit dem Auto zum Einkaufsbummel nach Palma kommt, findet im Zentrum mehrere von der Stadt betriebene Parkhäuser (SMAP). Besonders gute Chancen auf einen freien Platz bieten auch an gut besuchten Tagen die großen Anlagen Parc de la Mar und Via Roma. Dort kostet das Parken derzeit rund 2 Euro pro Stunde. Von beiden Parkhäusern aus erreicht man die Innenstadt bequem zu Fuß.
Eine weitere Möglichkeit bietet die Plaça d’Espanya, wo Parkplätze etwa 2,50 Euro pro Stunde kosten. Der große Vorteil ist die hervorragende Verkehrsanbindung. Direkt unter dem Platz befindet sich die Estació Intermodal mit Überlandbussen, Zügen und Metro. Auch zahlreiche städtische Buslinien halten in der Nähe. Von hier lassen sich Einkaufsstraßen wie Sant Miquel oder Oms bequem zu Fuß erreichen.
Bei der Parkplatzsuche auf der Straße ist hingegen Vorsicht geboten. In den sogenannten ZAR-Zonen – etwa rund um die Plaça de la Reina, Conquistador oder Palau Reial – dürfen nur berechtigte Anwohner und bestimmte Sonderfahrzeuge parken. In den mit ACIRE gekennzeichneten Bereichen der Altstadt ist bereits die Zufahrt nur mit entsprechender Genehmigung erlaubt.
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