Wasserverluste: Ultimatum an Gemeinden auf Mallorca
Die Kommunen müssen Vorkehrungen treffen, dass weniger als 25 Prozent in den Leitungen verloren gehen

Wasserreservoir s'Estremera. / Sebastián Terrassa
Miquel Adrover
Das balearische Umweltministerium erhöht den Druck auf die Gemeinden auf Mallorca, gegen die Wasserverluste in den Rohrleitungen vorzugehen. So werden 46 Kommunen aufgefordert, bis Jahresende einen Plan zur Sanierung der Wasserleitungen vorzulegen sowie Vorkehrungen für den Fall einer künftigen Dürre zu treffen. Unter den Gemeinden ist auch die Balearen-Hauptstadt Palma, wo die Wasserverluste mit 28 Millionen Tonnen pro Jahr beziffert werden, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet.
Hintergrund des Ultimatums ist der "Plan Hidrológico" auf den Balearen, der 2015 auf den Weg gebracht worden war und die Gemeinden in die Pflicht nimmt, bis 2022 ein Nachhaltigkeitskonzept beschlossen zu haben. Bislang haben das laut Umweltministerium nur Manacor, Inca, Esporles, Sant Llorenç, Santanyí, Campos und Ses Salines getan. Die restlichen 46 Gemeinden erhalten nun blaue Briefe. Geplant ist zudem ein Treffen mit Bürgermeistern und Stadträten, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Ziel des "Plan Hidrológico" ist es, dass die Wasserverluste bis 2021 unter die Marke von 25 Prozent gedrückt werden. 33 von 53 Gemeinden verfehlen bislang dieses Ziel, wie die Generaldirektorin für Wasserwirtschaft, Joana Maria Garau, kritisiert. Bis 2027 ist dann ein Grenzwert von 17 Prozent vorgeschrieben. /ff
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